Konzert

ARD Radiofestival 2017

ARD Radiofestival 2017 Schleswig-Holstein Musik Festival mit Avi Avital & Giora Feidman. Klarinettist Giora Feidman
Mittwoch, 20:00 Uhr auf NDR kultur
(Bild: NDR/Sascha Neroslavsky)
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Tagestipp

Zeitfragen. Feature

Shop at radio-today.de Sprache und Nation Die Fruchtbringende Gesellschaft und die Pflege des Deutschen Von Tobias Barth und Lorenz Hoffmann Als erste deutsche Sprachakademie wurde die Gesellschaft vor 400 Jahren gegründet, kurz vor Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges. Als 1617 im anhaltischen Köthen die "Fruchtbringende Gesellschaft" ins Leben gerufen wurde, war diese honorig besetzte Sprachakademie von ihrem Ziel einer das Deutschtum befördernden einheitlichen Sprache weit entfernt. Zwar hatte Luther hundert Jahre zuvor mit seiner Bibelübersetzung das Deutsche gleichberechtigt neben das Lateinische gestellt - allein: es gab gar keine deutsche Sprache, die diese Bezeichnung verdient hätte. In deutschen Landen sprach man, wie einem das Maul gewachsen war - Plattdeutsch, Fränkisch, Bayerisch, Badisch, Sächsisch... Die allmähliche Formung und Normung des Deutschen waren verwoben mit der Herausbildung der Nation - sei es in der Juristensprache des 17. Jahrhunderts, in den patriotischen Bemühungen um die Muttersprache zur Napoleonzeit im frühen 19. Jahrhundert oder im Nationalismus und seiner Sprachputzerei in der Wilhelminischen Ära. "Vom Joch des Fremdworts" wollten auch die Völkischen späterer Jahrzehnte das Vaterland und die Muttersprache befreien - Debatten, die heute in den Streit um die neudeutsche "Lightkultur" münden.
Heute 19:30 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur

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Konzerttipp des Tages

Das Ö1 Konzert

Shop at radio-today.de Marc Bouchkov, Violine; Christian-Pierre La Marca, Violoncello; Philippe Cassard, Klavier. Ferdinand Ries: Klaviertrio c-Moll op. 143 * Niels W. Gade: Drei Noveletten op. 29 * Felix Mendelssohn-Bartholdy: Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 49 (aufgenommen am 21. Juli im Le Corum, Salle Pasteur in Montpellier im Rahmen des "Festival Radio France Montpellier 2017"). Präsentation: Peter Kislinger Die 33. Spielsaison der Musikfestspiele Festival de Radio France et Montpellier Languedoc-Roussillon fand vom 10. bis zum 28. Juli statt. Die meisten der über 180 Veranstaltungen finden immer in der regionalen Hauptstadt Montpellier statt. ? kopiert Beethoven (nicht nur) Ferdinand Ries ist ja mittlerweile kein Unbekannter mehr. Er stammte wie Beethoven aus Bonn und war sogar Beethovens Kopist und Sekretär - ganze drei Jahre lang. Beethoven seinerseits hatte bei Franz Anton Ries, dem Vater Ferdinands, Musikunterricht erhalten. Im August 1804 - Ries war noch keine 20 - überließ ihm Beethoven den Solopart in seinem 3. Klavierkonzert. In der Folgezeit war Ries fast ständig auf Reisen, die ihn durch ganz Europa führten. Ab 1813 lebte er elf Jahre lang als Pianist und Komponist in London, wurde Mitglied, später sogar Direktor, der Philharmonic Society und komponierte in London sechs seiner insgesamt acht Sinfonien. Über sein 3. Klaviertrio, seinem Opus 143, schrieb die Leipziger Allgemeine musikalische Zeitung 1828: "Das Allegro con brio ? ist in Form und Führung kräftig; das Adagio ? innig und zart, und desshalb zu kurz; das Presstissimo ? im Allgemeinen kräftig, feurig, brillant, mit breitem Schlusse in der harten Tonart. Das Ganze keine Halsbrecherey. - Ein Trio demnach sich auszeichnend durch Einheit, Feuer, Kraft, gute Vertheilung der Solos durch alle Instrumente, durch wahre, innige, nicht Schellen und Kappe tragende Melodie, ist daher wohl ernstlich zu empfehlen." Die Anzeige endet mit den Worten: "Alles recht gut, Herr Recensent, aber etwas Neues, Originelles ist es doch nicht." Sehr wahr, aber das ist gerade (im jetzt geltenden Sinne ausgesprochen) das beste Lob." ? sieht aus wie der leibhaftige Mozart Ein "junge(r) Däne kam ? vor einigen Monaten in Leipzig an ?, und sein Mozartkopf mit dem starken wie in Stein gehauenen Haupthaar paßte gut zu den Sympathien, die seine Ouverture zu Ossian und seine 1ste Symphonie unter den hiesigen Musikern schon vorher erregt hatten? Mit diesen Worten beginnt Robert Schumann seinen Artikel über den dänischen Komponisten Niels Wilhelm Gade, der 1843 mit einem Stipendium nach Leipzig kam und Aufnahme in den Mendelssohn-Schumann-Kreis fand. Titel und Stil von Gades 1863 in Leipzig publizierten "Noveletten" orientieren sich an Schumanns Noveletten, "größere zusammenhängende abenteuerliche Geschichten" sollten sie erzählen, wie Schumann über sein Opus 21 schrieb: "Spaßhaftes, Egmontgeschichten, Familienszenen mit Vätern, eine Hochzeit, kurz äußerst Liebenswürdiges - und das ganze Novelletten genannt." Als Hausmusik wurden Gades "kleine Novellen" im späten 19. Jahrhundert recht beliebt. ? komponiert wie der leibhaftige Mozart Zum Ausklang eines Konzerts, das Schumann miterlebte, hatten drei Musiker "eine gar schöne Komposition" angesetzt, "die nach Jahren noch Enkel und Urenkel erfreuen wird." Noch immer weiß das 1. Klaviertrio von Mendelssohn zu erfreuen. Im selben Artikel fielen die berühmten Worte: "Mendelssohn ist der Mozart des neunzehnten Jahrhunderts, der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt."
Heute 14:05 Uhr auf Ö1

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Hörspieltipp des Tages

Hör Fix 23

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Heute 15:45 Uhr auf 88vier

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Featuretipp des Tages

radioWissen am Nachmittag

Shop at radio-today.de Wenn sich alles um das Ego dreht Narzissmus - Von ganzem Herzen Ich Autorin: Anja Mauruschat / Regie: Irene Schuck "Liebe zu mir selbst verbrennt mich, ich selbst entzünde die Liebesflammen, die ich erleide." Diese Erkenntnis legte vor 2.000 Jahren der römische Dichter Ovid in seinen "Metamorphosen" dem Jüngling Narziss in den Mund, als dieser verzweifelt verliebt sein Spiegelbild in einem Quell betrachtet. Damit artikulierte Ovid ein Motiv, das seit der Antike in der Literatur- und Kulturgeschichte immer wieder in Variationen auftauchte: Von Ovids mythischem Jüngling über die Stiefmutter in dem Gebrüder-Grimm-Märchen "Schneewittchen". In diesen Geschichten scheint das Wissen um eine tiefe Wahrheit gespeichert: Selbstbewunderung, Selbstverliebtheit und übersteigerte Eitelkeit finden sich seit jeher bei einigen Menschen, die mit diesen Eigenschaften anderen Menschen das Leben zur Hölle machen können. Wenn heute von Narzissmus die Rede ist, spricht man allerdings in der Regel von einem komplexen Konstrukt, das sowohl normale als auch krankhafte Züge annehmen kann. Schon Sigmund Freud unterschied 1914 zwischen einem primären und einem sekundären Narzissmus, und Alice Miller betonte, dass es sowohl eine gesunde Selbstliebe gibt, die unverzichtbar ist, um sich im Leben durchzusetzen, als auch eine krankhafte, übersteigerte Form der Selbstliebe, die es unmöglich macht, mit anderen Menschen Beziehungen einzugehen. Nachdem Narzissmus Jahrzehnte lang als rein männliches Phänomen galt, weiß man heute außerdem, dass Frauen genauso wie Männer anfällig sein können für pathologische Grandiositätsvorstellungen, auch wenn sich diese bei den weiblichen Narzissten meist auf andere Weise zeigen als bei den männlichen. Narzissmus ist schwer zu fassen. Klar scheint nur zu sein, dass er sich seit einigen Jahren wie ein Virus ausbreitet. Der US-amerikanische Historiker Christopher Lasch sprach bereits in den 70er Jahren vom "Zeitalter des Narzissmus". Zum Teil mag diese mit Selbstdarstellungsplattformen wie "Facebook" zu tun haben. Der Autor, Pädagoge und Therapeut Heinz-Peter Röhr sieht die Zunahme des Narzissmus jedoch in einem größeren Zusammenhang: "Der typische Narzisst, selbstbezogen und rücksichtslos, erfüllt vorzüglich die Bedingungen, die in der Wirtschaft gefragt sind und hat alle Chancen, Karriere zu machen." Wehe nur dem, der einen Narzissten oder eine Narzisstin zum Chef hat. Max Stirner - Ein Verfechter des Egoismus Autor und Regie: Martin Trauner Von den meisten Philosophen kennt man nicht mehr, als einen einzigen markanten Ausspruch. Mehr nicht. Und verbindet damit ihr Leben, ihre Philosophie. So ergeht es dem in Bayreuth geborenen Max Stirner (1806-1856) auch nicht anders: Bekannt, wenn überhaupt gekannt, ist einzig sein Leitsatz: "Mir geht nichts über mich!". Ein Satz aus seinem Hauptwerk "Der Einzige und sein Eigentum". Schon seine Zeitgenossen hatten so ihre Probleme mit dem Philosophen, der sich nicht einordnen lassen wollte. Jungheglianer oder Anarchist? Egoismus oder Nihilismus? - Aber gerade seine Nichtfassbarkeit macht Max Stirner zu einem der interessantesten Denker der jüngeren Philosophie. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner
Heute 15:05 Uhr auf Bayern 2

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Programmübersicht

Jetzt im Radio Heute 20:00
Antenne Bayern: Die Stefan Meixner Show Bayern 1: Bayern 1 - Das Bayernmagazin WDR4: WDR 4 Mein Nachmittag bigFM: MUSICWORKOUT AUS SAARBRÜCKEN BR-Klassik: Leporello Deutschlandfunk: Wirtschaft und Gesellschaft 104.6 RTL Berlin: Koschwitz am Nachmittag BB RADIO: Die BB RADIO Nachmittagsshow - Ihr Countdown in den Feierabend mit Mike SR1 Europawelle Saar: Stand der Dinge Radio Regenbogen: PFEFFER UND SCHÖNBERGER Bayern 2: radioWelt Rock Antenne: Homerun Bayern 3: Hits, Hits, Hits für euren Feierabend Hit Radio FFH: Dein FFH-Nachmittag mit Felix Moese Deutschlandfunk Kultur: Studio 9

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Wolfgang Hörner, Tobias Roth, Peter Wawerzinek: Extrempoesie - 30.07.2017

Bild: Bayerischer Rundfunk Mit Wolfgang Hörner, Tobias Roth, Peter Wawerzinek / Realisation: Stefanie Ramb / BR 2017 // Regelbruch, Entgrenzung, Verabschiedung von Form und Sinn, Zertrümmerung der Sprache - das sind Eigenarten von Poesie, die man gemeinhin mit der Moderne in Verbindung bringt. Allerdings gab es die Moderne schon vor der Moderne, Hunderte von Jahren vorher. Seit dem Mittelalter feiert das Sinn- und Zwecklose Urständ, und es wird mit anarchischer Lust Sprache gehäckselt und rekombiniert. Konventionen werden gesprengt, Sprachen vermischt, Sprachen neu erfunden und Klanggedichte allein um des Klangs Willen intoniert. Auf der Reise durch die Extrempoesie geht es aber nicht um eine stringente Literaturgeschichte oder den Nachweis einer Entwicklung, die beispielsweise im klassischen Dadaismus Zürichs seine Vollendung findet...
(Bild: Bayerischer Rundfunk)
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