Deutschlandfunk Kultur

Feature

erdbeerErdbeerium Die Früchtchen der Familie Dahl Von Wiebke Keuneke Regie: die Autorin Sprecher: Vincent Leittersdorf Ton: Andreas Völzing und John Krol Produktion: SWR 2017 Länge: 53"59 Was verbirgt sich hinter "Karls Erdbeerhof"? Seit der Steinzeit ernährt sie den Menschen und seit der Wende vor allem eine Familie im Nordosten Deutschlands: die Erdbeere. Das rote Früchtchen hat Robert Dahl und seine Familie reich gemacht. Die Erlebnislandschaften ,Karls Erdbeerhof" sind nach Dahls Großvater benannt, der schon 1921 Obst und Gemüse auf Wochenmärkten verkaufte. "Der Apple unter den Erdbeeren" nannte das Wirtschaftsmagazin brand eins das Unternehmen bewundernd. Andere dagegen trifft angesichts des ungehemmt kitschfröhlich expandierenden Erdbeeriums der Fruchtzuckerschock. Wiebke Keuneke, geboren 1981 in Celle, studierte Politik und Interkulturelle Kommunikation. Sie lebt und arbeitet als freie Journalistin für Hörfunk und Fernsehen in Berlin. Ihr Feature "Hulda und die Hafenarbeiter von Reykjavik" (Dlf 2016) wurde mit dem Columbus Radiopreis in Gold ausgezeichnet. Für das "Erdbeerium" gab es 2017 zwei Journalistenpreise, den 1. Medienpreis Mittelstand und den 1. Medienpreis RUFER. Für Deutschlandfunk Kultur 2017: "Julian will wählen - Wahlrecht für Menschen mit Behinderungen". Erdbeerium
Mittwoch 00:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Wie viele Regeln braucht der Mensch?

Sinn und Unsinn von Vorschriften (3). Gestaltung: Daphne Hruby "Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen". Diese Einschätzung traf der römische Historiker Tacitus schon um das Jahr 100 herum. Auch heute beobachten viele, einen regelrechten Verordnungswahn um sich greifen. Für jede noch so kleine soziale Interaktion braucht es neuerdings eine Vorschrift - so ihre Kritik. Und tatsächlich werden laufend Regeln für das gesellschaftliche Miteinander erlassen. Das Essverbot, das seit 2019 in allen Wiener U-Bahnen gilt, ist nur ein Exempel dafür. Manche Regeln haben durchaus Sinn, andere wieder orientieren sich bloß am gesellschaftspolitischen Stimmungsbarometer. Mit der zunehmenden Verregelung des Alltags steht Österreich keineswegs alleine da. In Singapur darf man seit 1992 keinen Kaugummi mehr kauen. Die USA gelten überhaupt als Mekka für Vorschriftsfanatiker. In der Stadt Kennesaw sind die Menschen beispielsweise gesetzlich verpflichtet eine Waffe zu besitzen. Jeder Zeit und Gesellschaft ihre Regeln des Zusammenlebens. Transportiert werden diese über die Erziehung - sei es nun im familiären Rahmen oder in Bildungseinrichtungen - und das soziale Umfeld. Konventionen sind dabei keineswegs in Stein gemeißelt - das gilt auch für ihre Tragweite. Das Richtschnurkorsett wird teils schon im Säuglingsalter übergestreift. Die Bücherregale biegen sich unter Ratgebern mit Titeln wie "Zehn Regeln zum Wunderkind". Andere wieder lassen ihrem Nachwuchs so ziemlich alles durchgehen - im Fachjargon Laissez-faire-Erziehung genannt. Gesellschaften, die einem besonders restriktiven Regelkatalog unterworfen sind, eignen sich als perfekter Nährboden extremistischen Gedankenguts. Gleichzeitig werfen Gemeinschaften, die von sich behaupten mit gängigen Hierarchien oder Regeln zu brechen, diesen Grundsatz teils recht schnell über Bord - wie die Entwicklung diverser Sekten vor Augen führt. Die persönliche Freiheit und das kollektive Bedürfnis nach Prosperität und Sicherheit, können teils in heftigen Widerspruch geraten. Aber würden wir uns ohne Gesetze wirklich alle die Köpfe einschlagen? Eine Studie der MedUni Wien ergab, dass sich Personen auch ohne vorgegebene Regeln großteils sozial verhalten und untereinander einen eigenen Verhaltenskodex entwickeln. Andererseits haben Untersuchungen wie das "Milgram-Experiment" gezeigt, dass Menschen unter gewissen Bedingungen auch recht schnell bereit sind, anderen Leid zuzufügen - vorausgesetzt sie erhalten den Befehl beziehungsweise glauben sich damit an die geltenden rechtlichen wie ethischen Normen zu halten. Überall wo Menschen zusammentreffen, entwickeln sie bestimmte Spielregeln - sei es nun die Sitte am Arbeitsplatz oder der Putzplan in einer Wohngemeinschaft. Woher kommt das Bedürfnis nach Regeln? Welchen Nutzen haben Gesetze, Verordnungen und Konventionen? Und was bedeutet es für das ethische Miteinander, wenn man plötzlich für jede Interaktion eine Vorschrift braucht?
Mittwoch 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

erasmus von rotterdamErasmus von Rotterdam Ein europäischer Intellektueller Humanismus Wie "menschlich" ist der Mensch? Das Kalenderblatt 22.5.1918 "Spanische Grippe" macht erstmals Schlagzeilen Von Julia Devlin Erasmus von Rotterdam - Ein europäischer Intellektueller Autor: Christian Schuler / Regie: Eva Demmelhuber Im Rückblick auf sein Leben betrachtete es Erasmus von Rotterdam als sein größtes Verdienst, die Theologen seiner Zeit das Lesen gelehrt zu haben, das Lesen der Heiligen Schrift wohlgemerkt. Tatsächlich musste das Neue Testament - und die Bibel überhaupt - von der Theologie um 1500 wiederentdeckt werden, schien sie doch im Laufe des Mittelalters begraben worden zu sein unter einem Berg frommer oder spekulativ-metaphysischer Schriften. Erasmus, der brillante Kenner der klassischen Sprachen, brachte die Urschrift der Christen wieder zum Leuchten. Er erforschte, übersetzte, edierte den griechischen Urtext und veröffentlichte die erste Druckfassung davon, die dann zum Ausgangspunkt für landessprachliche Übersetzungen wurde, unter anderem für die Martin Luthers. Dessen Kritik an der Kirche teilte Erasmus zwar, doch wollte er sich weder der Theologie noch dem kirchenpolitischen Kurs des Deutschen anschließen, der, wie er voraussah, zur Spaltung führen sollte. Erasmus blieb ein kritischer und scharfzüngiger, aber letztlich papsttreuer Gelehrter. Die Nachwelt bezeichnet ihn bis heute als "König der Humanisten". Eine erstaunliche Karriere für den unehelichen Sohn eines Priesters und einer Arzttochter. Humanismus - Wie "menschlich" ist der Mensch? Autor: Fabian Mader / Regie: Irene Schuck Es ist kein Wunder, dass sich der Humanismus in Italien entwickelt hat. Vor sich sahen die frühen Vertreter das dunkle Mittelalter, engstirnige Kirchenlehren, verrohte Menschen, hygienisch unhaltbare Zustände, geistlose Eliten. Und in dieser dunklen Umgebung standen überall diese großartigen Statuen aus der antiken Welt, die den Menschen in seiner Schönheit und seinem Stolz feierten - übrigens nackt und frei von Scham. Was also ist der Mensch, beziehungsweise was kann er durch Bildung werden? Die Humanisten wollten, dass der Mensch wieder werde, was er ist. Ihr Vorstoß im 15. Jahrhundert gab wichtige Impulse für die Aufklärung, die neuzeitlichen Wissenschaften, Demokratie und Menschenrechte. Auch wenn der Glaube an die Gottesähnlichkeit des Menschen im 20. Jahrhundert stark gelitten hat. Spätestens nach Faschismus und Zweitem Weltkrieg war der alte Humanismus nicht mehr haltbar - ein neuer, bescheidener Humanismus passte sich der Zeit an. Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Ich kenne die Welt nur, wenn ich schreibe

joseph rothDer Romancier und Journalist Joseph Roth (3). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Mit ihm verbinden Literaturinteressierte zunächst wohl die Romane "Radetzkymarsch" und "Die Kapuzinergruft" - beides Abgesänge auf die Habsburgermonarchie, deren Kultur und Gesellschaft: Joseph Roth. Seinen Zeitgenossen war der 1894 in Brody, Galizien, geborene und 1914 nach Wien übersiedelte Schriftsteller aber vor allem als Journalist bekannt, der in der Zwischenkriegszeit Reportagen, Essays und feuilletonistische Arbeiten für verschiedene deutschsprachige Zeitungen verfasste. Auf beiden Gebieten erwies sich Roth als Meister der Beobachtung und Beschreibung, als ein sensibler, leidenschaftlich-subjektiver, aber - oder gerade deswegen - äußerst präziser Porträtist seiner Zeit. Engagiert, wortgewaltig und weitsichtig, haben seine Arbeiten bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Was Joseph Roth ebenso charakterisiert, ist seine Widersprüchlichkeit. Kaum ein anderer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, das wurde mehrfach angemerkt, habe seine Biographie und seine Haltung zur Welt so geschickt immer wieder neu erfunden wie er. Aus Kummer über die unheilbare Geisteskrankheit seiner Frau wurde Alkohol schon früh zu seinem ständigen Begleiter; überhaupt war Roths Leben von Verlust und Abschied geprägt: Mit dem Untergang der Donaumonarchie hatte er seine politische Heimat verloren; die jüdische Kultur, wesentlicher Teil seiner Identität, wurde von den Nationalsozialisten in die Emigration getrieben; Roth war einer, der früh und eindringlich vor deren verheerender Ideologie gewarnt hatte - und zwar schon in seinem ersten, 1923 erschienenen, jedoch unvollendet gebliebenen Fortsetzungsroman "Das Spinnennetz", der in der Wiener "Arbeiterzeitung" abgedruckt wurde. Schauplatz des Romans ist Berlin. Dorthin war der Autor - der Arbeit wegen - 1920 übersiedelt, kurz nach Gründung der NSDAP in Deutschland. 1933 ging Joseph Roth ins Pariser Exil. Von dort aus unternahm er Reisen, u.a. in die Niederlande, nach Österreich und nach Polen; im Unterschied zu vielen anderen emigrierten Schriftstellern, gelang es ihm, weiterhin zu publizieren. In seinen letzten Lebensjahren verschlechterten sich allerdings Roths finanzielle und gesundheitliche Situation dramatisch. Der unbändige Trinker, schreibende Nomade und Mann ohne Interesse an einem "bürgerlichen Fundament" starb am 27. Mai 1939 in einem Pariser Armenspital. Neben einem umfangreichen journalistischen Werk hat Joseph Roth Weltliteratur hinterlassen - Bücher wie "Hiob", "Tarabas", die "Flucht ohne Ende", die "Geschichte von der 1002. Nacht" und die "Legende vom heiligen Trinker". Sein kurzes, nur fünfundvierzig Jahre dauerndes Leben war wild, leidenschaftlich und durchsetzt von Brüchen wie das Jahrhundert, in dem er lebte.
Mittwoch 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - And the winner is ...

Musikpreise quer durch die Genres (3). Gestaltung: Paul Lohberger Der deutsche Musikpreis Echo wird gerade neu konzipiert. Denn in der Kategorie Pop kam es 2018 zu einer umstrittenen Auszeichnung. Als Branchenevent konzipiert, orientierte sich die Auszeichnung primär an Verkaufszahlen. So kam ein Rap Duo mit hasserfüllten Texten zum Zug, was viele als Entwertung von Preis und Veranstaltung empfanden. Prominente Künstlerinnen und Künstler gaben ihre Preise zurück, darunter Popacts ebenso wie der Dirigent Christian Thielemann - der Musikpreis Echo wurde spartenübergreifend vergeben. So trafen Genres aufeinander, die sonst wenig Berührungspunkte hatten. Das könnte spannend sein, birgt aber auch in Österreich Konfliktpotenzial. Hier will die Songwriterin Soap Skin nicht erscheinen, ihr Album ist in derselben Kategorie nominiert wie der Volks-Rocker Andreas Gabalier - inhaltlich stehen sie sich diametral entgegen. Muss der Amadeus nun auch neu konzipiert werden? Im klassischen Bereich haben Wettbewerbe eine klar definierte Rolle in den Karrieren der Musizierenden. Im Pop sind Sinn und Nutzen nicht so klar, auch die Methoden zur Bewertung sind sehr unterschiedlich. Wie es den Nominierten und Prämierten damit geht, ist ebenso Thema wie die Wirkung einer Auszeichnung. Dass Musikpreise wichtig sind, zeigt sich am Beispiel der österreichischen Jazz Szene. Beklagt wird, dass nach 2009 der Hans-Koller-Preis mangels Sponsoren abgeschafft wurde. Hier soll Ersatz geschaffen werden.
Mittwoch 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

gustav landauerGustav Landauer Pazifist, Anarchist, Revolutionär Eigentum ist Diebstahl Die frühen Sozialisten Das Kalenderblatt 22.5.1918 "Spanische Grippe" macht erstmals Schlagzeilen Von Julia Devlin Gustav Landauer - Pazifist, Anarchist, Revolutionär Autor: Michael Zametzer / Regie: Die Gewalt des Staates lehnte er ebenso ab wie autoritäre Erziehung. Friedliches Zusammenleben der Menschen konnte für ihn nur in kleinen Gemeinschaften funktionieren, die sich selbst verwalten. Was Gustav Landauer mit seinem "anarchistischen Sozialismus" im Sinn hatte, klingt nach 1968. Tatsächlich aber ist der Schriftsteller und politische Theoretiker ein Kind des Kaiserreichs, an der Schwelle zum 20. Jahrhundert groß geworden - der Zeit der Richtungskämpfe zwischen Sozialisten, Sozialdemokraten und Anarchisten. Der Sohn einer jüdischen Karlsruher Kaufmannsfamilie versteht sich als Anarchist, Sozialist und Pazifist: Seine Idee von einer Gesellschaft freier Menschen, die ohne staatliche Gewalt selbstbestimmt in solidarischen Kleingruppen zusammenleben, bleibt aber lange bloße Theorie und hat nur wenige Anhänger. Bis zum 8. November 1918, als Kurt Eisner den Freistaat Bayern ausruft und ihn nach München holt. Landauer wird, gemeinsam mit Erich Mühsam und Ernst Toller, zu den führenden Figuren der Münchner Räterepublik. Aus dem Schriftsteller wird der Revolutionär, der jetzt die Chance gekommen sieht, "seinen" Sozialismus zu verwirklichen. Den Weg der Gewalt, wie ihn Marxisten und Kommunisten gehen wollen, lehnt er aber ebenso ab wie den gemäßigten Parlamentarismus der Sozialdemokraten. Eigentum ist Diebstahl - Die frühen Sozialisten Autor: Christian Feldmann / Regie: Anja Mösing Den Traum, die Güter der Erde gerecht zu verteilen oder gemeinsam zu besitzen, gab es schon in den alten Religionen Persiens und Palästinas und bei den Ketzern des Mittelalters. Doch erst mit der Französischen Revolution gewannen diese Utopien politische Stoßkraft. Es waren keine Arbeiter, sondern emanzipierte Bürger wie der Journalist Babeuf oder der Textilindustrielle Owen, die mit Genossenschaften zu experimentieren begannen. Die Bewegung hatte ihre Paradiesvögel: Charles Fourier verband die soziale Revolution mit einer befreiten Sexualität und erfand den Feminismus. Der Schneidergeselle Wilhelm Weitling, der im Pariser Exil dem "Bund der Geächteten" beitrat, forderte die Abschaffung des Geldes und eine zentralistische Planwirtschaft. Die sozialistischen "Klassiker" Marx und Engels vermissten bei diesen bisweilen recht romantischen Vordenkern die wissenschaftliche Fundierung, übernahmen aber viel Ideengut vor allem von Henri de Saint-Simon und dem "Kommunistenrabbi" Moses Hess. Neben dem Trend zum Staatssozialismus blieb in der Arbeiterbewegung immer die Idee der genossenschaftlichen Selbstverwaltung lebendig: Die freie Assoziation kleiner Produzenten könne die Anhäufung von Profit in den Händen weniger Reicher und die Ausbeutung der Arbeiter am besten verhindern. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Nicole Ruchlak
Mittwoch 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

grundgesetz70 Jahre Grundgesetz Frankfurt, Weimar, Bonn Deutsche Verfassungsgeschichte Von Annette Wilmes Das Grundgesetz von 1949 gilt auch nach 70 Jahren als große demokratische Errungenschaft. Es vollendete, was 1849 scheiterte und 1919 Episode blieb.
Mittwoch 19:30 Uhr

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MDR KULTUR

Fake-Fabriken

falschmeldungenDer Profit mit Falschmeldungen Von Tom Schimmeck Die Produktion von "Fake news" floriert weltweit. Gelangweilte Teenager, Geschäftemacher und Geheimdienstler versuchen sich an der Herstellung möglichst Klick-trächtiger viral wirkender Falschmeldungen. Um Stimmungen und Wahlen zu beeinflussen, Produkte zu vermarkten oder schlicht, um üppige Anzeigenhonorare zu kassieren, wie etwa im Balkanstädtchen Veles, das als "Stadt der Lügen" berühmt wurde. Auch in der Politik sind - spätestens seit dem Siegeszug von Twitterkönig Trump - "alternative Wahrheiten" Trumpf. Sie infizieren über Webseiten und soziale Medien viele Köpfe in aller Welt - ohne Faktencheck durch Qualitätsmedien. In Indien werden über Facebook, WhatsApp und Twitter täglich hunderte Millionen User mit Fakes gefüttert. Russlands "Trollfabriken" und Propagandakanäle sind im Westen gefürchtet. Gezielte Desinformation durch Staaten und Cyberkrieger gilt heute als eine Form sogenannter "hybrider Kriegsführung". Warum scheinen viele Menschen nach Verschwörung und Empörung geradezu süchtig zu sein? Wer profitiert? Lässt sich die Fake-Flut eindämmen? Tom Schimmeck, geboren 1959 in Hamburg, begann mit 18 bei der gerade neu gegründeten "taz" als Journalist. Nach dieser "Phase des wüstesten Dilettierens" arbeitete er freiberuflich für Presse und Rundfunk u.a. als Politredakteur für den "Spiegel". 1989 zog er nach Südafrika und berichtete von dort u.a. für "Geo", "Merian" und das österreichische Nachrichtenmagazin "Profil". Seit 1996 wohnt er wieder in Deutschland und arbeitete bis zur Einstellung des Blattes für die Hamburger Wochenzeitung "Die Woche". 2010 erschien sein Buch "Am besten nichts Neues" im Westend-Verlag über den Untergang des unabhängigen Journalismus. In den letzten Jahren machte er sich einen Namen als mehrfach preisgekrönter Autor von Radio-Features. Regie: Nikolai von Koslowski Produktion: NDR 2018
Mittwoch 22:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

identitätsdiebstahlBetrug in meinem Namen das ARD radiofeature Ein Feature über Identitätsdiebstahl Von Katrin Aue (Produktion: SR 2019) Als "neuen Volkssport" bezeichnet ein Berliner LKA-Beamter den "Warenkreditbetrug". Um die 16.000 mal wurde er allein 2017 in Berlin angezeigt. Die Täter sind häufig arbeitsteilig in internationalen Banden organisiert. Einer ergaunert im Internet Adressen, einer bestellt, einer greift die Waren ab, einer verkauft sie online weiter. Den Schaden haben nicht nur die Opfer von Identitätsdiebstahl, sondern auch die Online-Händler. Sie bleiben häufig auf nicht bezahlten Rechnungen sitzen. Deshalb hat sich die Branche mit der Wissenschaft zusammengetan: Gemeinsam suchen sie Wege, betrügerische Bestellungen zu identifizieren - um die Täter öfter ins Leere laufen zu lassen.
Mittwoch 22:03 Uhr

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rbb Kultur

FEATURE

FalschmeldungenFake-Fabriken Der Profit mit Falschmeldungen Von Tom Schimmeck Regie: Nikolai von Koslowski Produktion: NDR 2018
Mittwoch 22:04 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

Wie viele Regeln braucht der Mensch? Sinn und Unsinn von Vorschriften (3). Gestaltung: Daphne Hruby Ich kenne die Welt nur, wenn ich schreibe, Der Romancier und Journalist Joseph Roth (3). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht And the winner is ... Musikpreise quer durch die Genres (3). Gestaltung: Paul Lohberger
Mittwoch 22:08 Uhr

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