Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Nachrichten

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Im Dialog mit der Kunst". Mit der spirituellen Bild-Sprache von Mark Rothko beschäftigt sich Gustav Schörghofer, Jesuit und Künstlerseelsorger. An moderne Fastentücher erinnern die späten Gemälde des großen amerikanischen Künstlers Mark Rothko, der am 25. Februar 1970 gestorben ist: große Farbflächen, reduziert und doch reichhaltig; flächige Bilder, oft mit Rottönen, die die Betrachtenden zum meditativen Dialog mit dem Kunstwerk einladen. "Es ging ihm um die großen Fragen der Menschheit", sagte sein Sohn Christopher Rothko: "Warum sind wir hier? Was passiert, wenn wir sterben? Gibt es einen Gott?" Der Theologe und Kunsthistoriker Gustav Schörghofer nimmt den 50. Todestag von Mark Rothko - und die Schwelle vom Fasching zur Fastenzeit - für seine spirituelle Bild-Sprache wahr.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Hans Georg Nicklaus. Ein Walkürenritt auf dem Cello und zwei Cembali auf dem Weg zum Pianoforte. New York 1925: heimischer Jazz in Verbindung mit europäischer Klassik. Nein, es ist nicht George Gershwin!

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Biologe Markus Domanegg spricht über Ratten. Teil 2: Die Nördliche Riesenborkenratte Gestaltung: Nora Kirschlager Mäuse gehen ja noch, aber Ratten? Neben Spinnen und Schlangen belegen die Nager die Top 3 der unbeliebtesten Tiere. Auch wenn Zeichentrickfilme wie "Ratatouille" (mit Rémy, der kochenden Wanderratte als Hauptdarsteller) das Image der Ratten mittlerweile etwas aufgemöbelt haben - werden den Tieren doch nach wie vor eher negative Eigenschaften, wie hinterlistig, schmutzig, gefährlich usw. zugeschrieben. Anders in Asien: Hier werden Ratten als Glücks- und Heilbringer verehrt. Übrigens stammen fast alle der rund 65 Arten aus Ostasien. Über Handelsschiffe gelangte zuerst die Hausratte, später die Wanderratte nach Europa. Letztere verdrängte schließlich die Hausratte in unseren Breiten fast zur Gänze. Wer des nächtens eine Ratte um ein Hauseck huschen sieht, hat es also ziemlich sicher mit einer Wanderratte zu tun. Wanderratten gibt es auch in der gezähmten Form. Korrekterweise spricht man dann von Farbratten. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben und auch in diversen Züchtungen, etwa mit einem weißen Körper und einer farbigen Augenmaske oder einem dunklen Fleck zwischen den Ohren, der wie eine Kappe aussieht. Farbratten werden als die "Hunde unter den Ratten" bezeichnet. Sie sind sehr zutraulich und man kann ihnen viel beibringen. Im Tiergarten Schönbrunn gibt es zwei sehr ungewöhnliche Rattenarten: Die Gambia Riesenhamsterratte hat, wie ein Hamster, Backentaschen, in die sie große Mengen an Weintrauben, Nüssen etc. füllen kann und später in Ruhe in ihrem Versteck frisst. Sie werden in Asien und Afrika zur Entschärfung von Minen und zum Erschnüffeln von Tuberkulose eingesetzt. Die zweite Exotin ist die Nördliche Riesenborkenratte. Ihr auffälligstes Merkmal ist, dass sie eigentlich so gar nicht wie eine Ratte aussieht.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Das Völkerrecht

Spielregeln gegen die globale Unordnung (2). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Ein Vertrag, den die beiden mesopotamischen Stadtstaaten Lagasch und Umma im Jahr 3100 v.Chr. schlossen, belegt: Schon lange vor unserer Zeitrechnung machten sich Herrscher nicht nur darüber Gedanken, welche Normen innerhalb ihres eigenen Machtbereichs gelten sollten. Sie waren auch an übergeordneten Spielregeln interessiert, die die Beziehungen diverser Herrschaftsgebiete zueinander ordnen sollten, also eine Art früher und rudimentärer Form des Völkerrechts. Das Völkerrecht - oder internationale Recht -, wie wir es heute kennen, entwickelt sich vor allem im 19. Und 20. Jahrhundert und wird im 21. Jahrhundert ständig erweitert. Umwelt, Weltraum und der virtuelle Raum sind nur einige aktuelle Beispiele. Recht auf der einen und die politischen Interessen der Staaten auf der anderen Seite stehen dabei in einem ständigen und komplexen Wechselspiel. Zwar gibt es inzwischen unzählige internationale Verträge und Abkommen, große Organisationen wie die UNO, internationale Gerichtshöfe und vieles mehr, doch deren Zuständigkeiten, Bedeutung und "korrekte" Auslegung sind häufig umstritten. Das zeigt sich beispielsweise bei der Frage, wann Gewaltanwendung, militärische Interventionen und Präventivschläge gerechtfertigt sind, oder was Vorrang hat - Wirtschaftsinteressen oder Rechte von Indigenen. Grundlegendes Ziel des Völkerrechts wäre es, die Voraussetzungen für eine stabile globale Friedensordnung festzulegen. Tatsächlich aber unterscheiden sich die Vorstellungen von Souveränität und Rechtsgestaltung zwischen den großen Spielern, den USA, der EU, China und Russland oft signifikant.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Reparatur der Zukunft

Casting neuer Ideen (2). Gestaltung: Sarah Kriesche, Ilse Huber, Viktoria Waldegger, Stefan Niederwieser, Margit Atzler, Irmgard Wutscher Unter [oe1.orf.at/zukunft|oe1.orf.at/zukunft] können Sie Projekte, Ideen und Initiativen einreichen, die die Zukunft im Jetzt reparieren wollen. Wir haben 12 ausgewählt und präsentieren sie im Laufe der Woche. *too good to go - mit einer App gegen Lebensmittelverschwendung* Jedes Jahr werden rund 587.000 Tonnen genießbares Essen alleine in Österreich weggeworfen. Die globale Lebensmittelverschwendung verursacht rund 3,3 Gigatonnen CO2 und ist für 8% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Mit einer App will das Unternehmen "toogoodtogo" dieses Problem nicht nur adressieren, sondern helfen, unnötige Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Betriebe, die ihr überschüssiges Essen wegwerfen müssten, können sich anmelden und die Produkte verbilligt anbieten. Nutzer/innen können über die Plattform erfahren, wo in ihrer Nähe, Mahlzeiten, vom Weckerl über Kipferl, Obst und Gemüse, bis hin zu Menüs, verbilligt angeboten werden. Gestaltung: Sarah Kriesche *Tint Journal - Texten in der Zweitsprache Englisch* Auf [http://www.tintjournal.com|Tint Journal] publizieren wir Lyrik, Kurzgeschichten und Essays von AutorInnen aus allen Teilen der Welt", erklärt Lisa Schantl, Anglistik/Amerikanistik-Masterstudentin an der Universität Graz und seit kurzem Gründerin und Herausgeberin des ersten Literaturmagazins für AutorInnen, die ihre kreativen Texte in Englisch als Fremdsprache verfassen. Warum? "Weil wir in einer Welt leben, in der wir stets weiter auseinanderrücken - durch Technologien, durch Krieg, durch Vorurteile, ... Es braucht eine Vielzahl an Stimmen, die uns zeigt, wie verbunden wir doch im Grunde alle sind", so Lisa Schantl. Auf Tint Journal finden sich Geschichten aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt. Das Besondere ist, dass sie alle in der meist gesprochenen Zweitsprache verfasst sind: Englisch. Dadurch vermitteln die Texte ohne die Drittpartei des Übersetzers ihre Inhalte, bauen Brücken und verbinden Kulturen, durch Literatur. Gestaltung: Margit Atzler *Vom Müll zum Möbel - Schülerinnen tischlern mit Sperrholz* Zwei Schülerinnen der HTL für Holztechnologien und Innenarchitektur in Hallstatt haben ein Sesselbau-System erfunden, das mit alten Platten zusammengesteckt wird. Der Sperrmüll stellt in ganz Österreich ein wachsendes Problem dar und dem wollen die beiden jungen Frauen entgegenwirken: Vom Müll zum Möbel heißt ihre Idee, auf der man gut Platz nehmen kann. Gestaltung: Ilse Huber

09.45 Uhr
Radiokolleg - London - ewiger Quell der Popmusik?

Eine persönliche Spurensuche (2). Gestaltung: Robert Rotifer Seit mehr als einem halben Jahrhundert, den Beatles sei Dank, ist London eine Welthauptstadt der Popkultur. Das war auch der Grund, warum der Wiener Journalist Robert Rotifer einst dorthin zog, um aus der Mitte der dortigen Szene zu berichten. 23 Jahre später fragt er sich, ob er bloß zu alt geworden oder die globale Strahlkraft, der vom Brexit und dem Niedergang der Musikindustrie gebeutelten britischen Hauptstadt tatsächlich verblasst sein könnte. In Soho, wo einst an jeder Ecke Live-Musik zu hören war, gibt es faktisch keine Live-Clubs mehr, die "Grassroots" des Live-Geschehens haben sich längst in den fernen Osten und Süden der Stadt verpflanzt. Doch selbst dort kämpft die Szene ums Überleben - meist ohne Gage. Solche Vorstadt-Phänomene gleichen eher jenen der Pop-Provinz als denen einer Pop-Metropole. Doch wenn die Dinge wirklich so schlecht stehen, woher kam dann die aktuelle Explosion der jungen Londoner Jazz-Szene? Und wenn nicht weiße Bands, sondern Grime-Stars wie Stormzy heute Londons musikalische Aushängeschilder sind, wieso ziehen sich dann die dämonisierten Drill-Rapper auf den Mikrokosmos per Youtube und auf der Straße ausgetragener Kleinkriege zwischen Bewohnern rivalisierender Postleitzahlen zurück? Oder manifestiert sich in all diesen parallel existierenden, kleinen Welten vielmehr das Ende der Ära des Hypes rund um das alle vereinende "next big thing"? In seiner Radiokolleg-Serie verlässt Robert Rotifer seine eingetretenen Pfade auf der Suche nach Londons junger Szene und der Zukunft der Popkultur.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Robert Fontane. Im Bann der guten Geister - Wagners "Meistersinger" in Wien Eigentlich hätte Richard Wagners Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" schon bei den Eröffnungs-Vorstellungen der Wiener Hofoper, im Jahr 1869 im Haus am Ring erklingen sollen, aber aus verschiedenen Gründen wurde die Wiener Erstaufführung seitens der Direktion dann doch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die Vorbereitungen zu Wagners Mammut-Komödie haben sich in weiterer Folge dermaßen anstrengend und zeitaufwendig gestaltet, dass auch der für Jänner 1870 angesetzte Termin immer weiter nach hinten verlegt werden musste. Das Werk wurde dem Wiener Publikum dann schließlich am 27. Februar 1870 zum ersten Mal vorgestellt, aber sowohl die Premiere, als auch die Folgevorstellungen haben unter keinem guten Stern gestanden: Heiserkeit und Ermüdungserscheinungen machten sich in den Hauptrollen bemerkbar, zudem konnten die Wiener mit Wagners Musik nicht viel anfangen. Wagners Gegner haben die Aufführung mit Pfiffen und Unmutsäußerungen lautstark boykottiert. Erst im Lauf der Jahre konnten sich die "Meistersinger" im Spielplan der Wiener Oper etablieren, zahlreiche Aufführungen haben mittlerweile stattgefunden, an denen auch der kritische Komponist selbst sein Gefallen gefunden hätte. An diesem Faschingsdienstag, 150 Jahre nach der Wiener Erstaufführung erinnern wir an bedeutende Wiener "Meistersinger"-Interpreten sowie an Aufnahmen, die in Wien entstanden sind.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Ich bin nicht so, ich bin nicht so". Von Kjell Askildsen. Aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel. Es liest Peter Fröhlich. Ein Krankenbesuch bei seiner Schwester bringt für den Erzähler eine ungewöhnliche Begegnung mit sich. Der alte Mann, der nur mit Mühe die Treppen im Stiegenhaus bewältigt, scheint einen Widerspruch zu verkörpern: So heruntergekommen seine äußere Erscheinung ist, so distinguiert wirken seine Stimme und auch die Gesichtszüge. Dass der Unbekannte ein Geheimnis birgt, scheint auf der Hand zu liegen. Als die beiden Männer ins Gespräch kommen, bleibt vorerst alles im Dunkeln. Gestaltung: Karin Buttenhauser. Präsentation: Nicole Dietrich.

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Marie-Theres Himmler. Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz auf Jupiter-Mission. Seine letzten drei Symphonien komponiert Wolfgang Amadeus Mozart nahezu mit Lichtgeschwindigkeit. Aus finanzieller Not heraus gerade übersiedelt und in großer Trauer um seine mit nur sechs Monaten verstorbene Tochter Theresia, erschafft er innerhalb weniger Wochen eine beeindruckende Trilogie. Das Hamburger Ensemble Resonanz fühlt den spannungsgeladenen Kompositionen unter Missionsleiter Ricardo Minasi auf einem Doppelalbum nach. Ausgestattet mit modernen Instrumenten bringen sie in historisch informierter Spielpraxis die Symphonien Nr. 39, 40 und 41 - die den Beinamen "Jupiter" trägt - in kosmischer Schönheit zum Erstrahlen.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Benjamin Schmid, Pekka Kuusisto und Ilya Gringolts, Violine; James Boyd, Viola; Sebastian Klinger, Violoncello, Nicolas Altstaedt, Violoncello; Knut Erik Sundquist, Kontrabass; Irena Kavcic, Flöte; Matthew Hunt, Klarinette; Bram van Sambeck, Fagott; Tine Thing Helseth, Trompete; Cristina Barbuti, Alexander Lonquich und Aleksandar Mad?ar, Klavier; Johannes Fischer, Schlagwerk. Robert Schumann: Carnaval op. 9 * Camille Saint-Saëns: Le Carnaval des animaux * Bohuslav Martinu: La Revue de cuisine (aufgenommen im Juli 2014 auf Burg Lockenhaus im Rahmen des "33. Kammermusikfestes Lockenhaus 2014"). Präsentation: Gerhard Krammer

15.30 Uhr
Moment

Wie fiele vehler sind erlaupt? Öffentliches Schreiben und das fehlerhafte Deutsch "Irgentwan", "gesteinsprocken", "gott hatt", "extrerterrastrisch", "mir viel auf, das er"?. "Ein Lügner muss man beim Namen nennen?" Wer Kommentare und Postings in den sozialen Medien liest, tut sich oft schwer, das Gemeinte zu entziffern. Sind es Schlampigkeitsfehler oder beherrscht die Person, die sich gerade öffentlich äußert, Rechtschreibung und Grammatik wirklich nicht? Findet sie Verständlichkeit und Sprachlogik unwichtig? Kritiker schimpfen darüber. Viele "User" wiederum betrachten diese Art regellosen Schreibens als Freiheit, vielleicht auch als Kreativität. Sie sagen, Sprache müsse sich weiterentwickeln oder sei "im Netz" eben anders. Das wollen wir auch Sie fragen: wie wichtig ist Ihnen ein fehlerfreies Deutsch, vor allem im öffentlichen Schreiben? Reaktionen nach der Sendung erbeten unter 0800/22 69 79 oder moment@orf.at

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Es ist Fasching! Der Faschingsdienstag hat gut begonnen: Der Tonmeister hat eine große Packung Krapfen ins Funkhaus mitgebracht und Rudi hat mit seinen Freunden Trixi Terrier und dem Kater nach der Schule ein Kostüme-Erraten veranstaltet. Mit seinen Zweibeinerfreunden spricht Rudi über Prinzessinnenkrönchen, Plastikschwerter und kratzende Perücken, über Marillenmarmelade, die aus dem Faschingskrapfen auf den Boden tropft, und über Kinderfaschingsfeste.

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Jagd nach Jára Cimrman. Der böhmischste Böhme von Böhmen. Der berühmteste Tscheche der Welt heißt nicht Václav Havel oder Bedrich Smetana, sondern Jára Cimrman. Nur hat es das Universalgenie Cimrman nie gegeben. Der ganze Stolz des Landes ist eine Erfindung aus den 1960ern. Drei subversive Theaterleute haben sich diesen genialisch scheiternden Typen ausgedacht, um dem kommunistischen Regime zu trotzen. Bis zur "samtenen Revolution" funktionierte das Phänomen Cimrman am besten als überzeitliche Figur, die im Böhmen der k.u.k.Monarchie ihr Wesen getrieben haben könnte - und deshalb hat sie sich bis heute gehalten: Auch im Prag des Jahres 2019 mischt sich Cimrman unter die Demonstranten. Nach Jára Cimrman sind Straßen und Plätze benannt; die Stücke des Cimrman-Theaters in Prag, die sich seinem grenzenlosen Werk widmen, sind ständig ausverkauft. Das Feature geht dem Wesen des tschechischen Humors nach, dem speziell ?böhmischen' Widerstand gegen gesellschaftliche und politische Zwänge. Gefälschte Dokumente und echte Augenzeugen verweisen auf das verwickelte Wirken des Phantoms - und führen mitten hinein in die wahnwitzige tschechische Gegenwart, die ihren Jára Cimrman dringender braucht denn je. Feature von Tabea Soergel und Martin Becker.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Knöpfe und Tasten, weltweit gedrückt Bis Ende der 1980er-Jahre hätte es Stirnrunzeln ausgelöst, in Ö1 eine ganze Sendung ausgerechnet der Zieharmonika zu widmen. Längst aber hatte der Aufstieg begonnen: Egal ob mit Tasten oder Knöpfen ausgestattet, der "Balg" fand sich mehr und mehr in musikalisch anregender, stilistisch vielseitiger Umgebung. Der steigenden Beliebtheit des Instrumentes bei den Musikern/innen folgend, entstanden ganze Festivals, die sich die "Akkordeonmusik" auf die Fahnen schrieben, Musik aus aller Welt, in der ganz selbstverständlich auch die Harmonikas aus Österreich ihren Platz hatten. Wenn nun das 21. Akkordeonfestival Wien mit ausgesuchten Klängen flutet, ist damit eine Pionier-Veranstaltung am Werk, deren Team immer noch neugierig ist und viele Projekte initiiert. Dass parallel dazu in Wien noch einige andere Konzerte stattfinden, in denen Vertreter der "Handzuginstrumente" zu hören sind, gehört möglicherweise zum Verdienst eben jenes Festivals. In den "Spielräumen" gibt es Francois Castiello, Milos Todorovski und andere zu hören, sowie die neue CD der Wiener Tschuschenkapelle: An ihrem unverwechselbaren Sound hat schließlich der Akkordeonist Mitke ?arland?iev gehörigen Anteil.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte der Psychiatrie. Mit Monika Ankele, Medizinhistorisches Museum Hamburg, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin Universitätsklinikum Hamburg - Eppendorf. Die Geschichte der Psychiatrie als medizinischer Disziplin ist relativ jung. Im 18. Jahrhundert begann man, die "Irren" nicht mehr als vom Bösen Besessene zu betrachten, sondern als Kranke, die Fürsorge und medizinischer Behandlung bedürfen - und damit eigener Bauten. In der Architektur spiegelt sich die gesellschaftliche Haltung gegenüber psychisch Erkrankten wider. Der von Kaiser Josef II. 1784 errichtete "Narrenturm" war die erste psychiatrische Anstalt Kontinentaleuropas, glich jedoch einem Gefängnis zur Verwahrung von "Insassen". Im ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden an den Rändern großer Städte psychiatrische Krankenhäuser, etwa 1907 die Nervenheilanstalt "am Steinhof". In dieser Zeit entwickelte sich in Österreich die Psychiatrie als wissenschaftliche Disziplin und brachte bedeutende Innovationen hervor. Auf diese Hochblüte folgte mit dem Nationalsozialismus das dunkelste Kapitel. Psychisch erkrankte und behinderte Menschen wurden infolge der sogenannten "Euthanasie" ermordet. Diese Zeit sollte in der Psychiatrie noch lange negativ nachwirken. Was die Behandlung betrifft, waren Elektroschocks, Insulinschocks und absichtlich ausgelöste Malaria noch bis in die 1950er-Jahre verbreitet. Dann brachten Psychopharmaka und später auch die begleitende Psychotherapie für die Patienten große Erleichterungen. Ein grundlegender Wandel in der Psychiatrie setzte in Italien bereits in den 1960er-Jahren ein, in Österreich erst in den 80ern. Die Reformen setzten auf individuellere, dezentralisierte und ambulante Versorgungsstrategien. Die Integration psychisch Erkrankter sollte deren Ausgrenzung ablösen, Freiwilligkeit den Zwang. Gestaltung: Isabelle Engels

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Warum Klimapolitik so schwer durchsetzbar ist Gestaltung: Ulla Ebner Kann man mit Öko-Shopping die Welt retten? Können technologische Innovationen gleichzeitig Wirtschaftswachstum schaffen und die Klimakrise bekämpfen? Kann Klimapolitik tatsächlich völlig ohne soziale Konflikte ablaufen? Nein, sagt eine Gruppe von Forscher/innen der Wirtschaftsuniversität Wien in einem neu erschienen Sammelband. Und sie stellen die provokante These auf: Viele Lösungsansätze, die wir rund um die Klimakrise diskutieren, dienen vor allem dem Zweck, unser Gewissen zu beruhigen. Konsument/innen wollen nicht auf die täglichen Annehmlichkeiten verzichten, die Politik möchte weder Wählerinnen noch Unternehmer verärgern. Wie kann ein Wandel Richtung Nachhaltigkeit dennoch gelingen, wie kann man klimapolitisch wirklich etwas bewegen? Darüber wurde vergangene Woche auf einer Veranstaltung sehr kontrovers diskutiert.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Wenn Pflanzen dem Boden Metall entziehen. Von Birgit Dalheimer In Albanien reichert das Mauersteinkraut - eigentlich eine unscheinbare Pflanze - Nickel aus dem Boden an. Das Übergangsmetall können die Bauern verkaufen, nachdem sie es aus der Asche geernteter und verbrannter Pflanzen gewonnen haben. "Phytomining" nennt sich dieser "Bergbau mit Pflanzen". Die spezielle Eigenschaft mancher Pflanzen macht ihn möglich: Sie können bestimmte Metalle aus dem Boden aufzunehmen und in ihren Blättern oder ihrem Pflanzensaft speichern: Auch Gold, Platin, Palladium oder die Metalle Seltener Erden. Eine Vielzahl dieser "Hyperakkumulatoren" genannten Pflanzen wurde in den vergangenen Jahren entdeckt. Wie man mit ihnen verseuchte Boden sanieren könnte, ist ebenfalls Gegenstand aktueller Forschung.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Berliner Philharmoniker, Dirigent: Kirill Petrenko; Diana Damrau, Sopran. George Gershwin: Ouvertüre zum Musical "Girl Crazy" * Richard Rodgers: "If I loved you" aus "Carousel" * Leonard Bernstein: a) "I feel pretty" aus "West Side Story"; b) Symphonische Tänze aus "West Side Story" * Kurt Weill: a) "Foolish Heart" aus "One Touch of Venus"; b) "Lady in the Dark", Symphonic Nocturne (Suite, Bearbeitung von Robert Russell Bennett) * Stephen Sondheim: "Send in the clowns" aus "A little Night Music" * Harold Arlen: "Over the Rainbow" aus "The Wizard of Oz" * G. Gershwin: Ein Amerikaner in Paris (aufgenommen am 31. Dezember 2019 in der Berliner Philharmonie). Präsentation: Gerhard Hafner

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Das Völkerrecht. Spielregeln gegen die globale Unordnung (2). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Reparatur der Zukunft. Casting neuer Ideen (2). Gestaltung: Mirela Jasic, Sarah Kriesche, Ilse Huber, Irmgard Wutscher London - ewiger Quell der Popmusik? Eine persönliche Spurensuche (2). Gestaltung: Robert Rotifer

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Neue Werke von Julia Purgina und Petra Stump-Linshalm Seit etwa 45 Jahren gestaltet das Ensemble Kontrapunkte regelmäßig einen eigenen Abonnementzyklus bei der Gesellschaft der Musikfreunde im Wiener Musikverein. Vergangene Woche ging ihr fünfteiligen Zyklus 2019/20 in die Halbzeit. Unter der Leitung von Gründer Peter Keuschnig kamen dabei zwei Werke zur Uraufführung: Julia Purginas "Un coup de libellules" sowie Petra Stump-Linshalms Konzert für zwei Bassklarinetten solo und Ensemble "WILLIWAW", bei dem die Komponistin selbst einen der Soloparts übernommen hat. Erich Urbanners "Klavier-Konzert 76", Veronika Mayers "Überflogen" und Philipp Tröstls "Versteckt. Szene für Ensemble" bildeten den klingenden Rahmen für die beiden Uraufführungen. Zeit-Ton bringt eine Teilwiedergabe dieses Konzertes vom 17. Februar aus dem Gläsernen Saal / Magna Auditorium. Gestaltung: Andreas Maurer

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Beate Linke-Fischer Musikauswahl: Beate Linke-Fischer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten