Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Häuser und Träume". Die Schriftstellerin Verena Mermer über ihre Erinnerungen an Aserbaidschan "häuser und träume werden dort schneller abgetragen als kleidung. keine sandfarbenen bauten, keine fliesen, keine boutiquen. graue oder andersfarbig gestrichene häuser; aufgerissenes graues pflaster, aus dem hie und da gräser sprießen; eckläden und zitronenverkäuferinnen." - So hat die österreichische Schriftstellerin Verena Mermer in ihrem Roman "die stimme über den dächern" das Jugendstilviertel Bakus, der Hauptstadt von Aserbaidschan, beschrieben. 2011 hat Verena Mermer als Sprachlehrerin ein halbes Jahr in Aserbaidschan verbracht und erinnert sich in ihren "Gedanken für den Tag" im Rahmen des Ö1-Schwerpunktes Nebenan: Erkundungen in Europas Nachbarschaft - Aserbaidschan an die Erlebnisse dieser Zeit: an Kameras in Klassenzimmern und Geheimdienstmitarbeitern vor der Tür, an selbstbewusste Studentinnen und ihre Gedanken zu Jungfräulichkeit, an Bagger, die Zeugen der Vergangenheit vernichten, an muslimische Gebete, die Menschen Halt geben und das Frühlingsfest Nouruz, das von Streitenden verlangt, sich öffentlich auszusöhnen. Verena Mermer begibt sich in ihren "Gedanken für den Tag" auf einen sehr persönlichen Streifzug durch ein vielfältiges Land im Kaukasus. Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Aimie Rehburg. ... ohne dann und aber ... wenn Gitarrenklänge Francisco Tàrregas eine Seelenverwandtschaft zu Robert Schumann erahnen lassen ... wenn wir einen Blick in die Vergangenheit zu einem "richtigen Mann der Zukunft" werfen ... und wenn Musiker und Musikerinnen den Frühling schnuppern ...

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Ein gefährdetes Ökosystem mit langer Geschichte. Der Paläontologe Martin Zuschin über Korallenriffe. Teil 4: Lehren aus der Vergangenheit Gestaltung: Thomas Thaler Korallenriffe gehören zu den vielfältigsten Lebensräumen der Erde. Dabei gedeihen sie besonders dort, wo das umgebende Meerwasser wenige Nährstoffe enthält. Das ist möglich, weil die Korallentiere in Symbiose mit speziellen Algen leben. Diese Lebensgemeinschaft und ihre Ausscheidungsprodukte sind die Grundlage für die komplexen Nahrungsnetze im Riff und damit für die bunte Vielfalt. Betrachtet man geologische Zeiträume, sind zahlreiche Riffsysteme bekannt. Neben Korallen waren es etwa auch Schwämme und Muscheln, die über lange Zeiträume riesige Felsformationen aufbauten. Besonders in Zeiten, in denen der CO2-Gehalt in der Atmosphäre anstieg, verschwanden die Riffe. Teilweise dauerte es Millionen von Jahren, bis neue Lebensgemeinschaften auftraten, die geologisch relevante Formationen bildeten. Martin Zuschin und sein Team vergleichen am Roten Meer den Fossilbefund von vor 125.000 Jahren - der letzten großen Warmzeit - mit der heutigen Situation. Da sich das Land langsam hebt, befinden sich die fossilen Riffe im Projektgebiet vielfach wenige Meter über der Wasseroberfläche und die lebenden Riffe direkt darunter. Im aktuellen Forschungsprojekt geht es darum, die jeweilige Artenzusammensetzung zu erfassen. Ein vorläufiger Befund lässt vermuten, dass viele Korallen ihren Schwerpunkt nach Norden verlagern, wenn es wärmer wird. Denn viele Korallenarten brauchen zwar hohe Wassertemperaturen, reagieren aber sehr empfindlich auf geringe Temperaturanstiege. Welche Auswirkungen die durch den CO2-Anstieg verursachte Versauerung der Meere haben wird, lässt sich noch nicht sagen. Die Bildung von Kalkskeletten und damit der Riffaufbau wird aber sicher gebremst, weil im sauren Wasser weniger Calcium-Ionen verfügbar sind.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Nebenan: Aserbaidschan

Ein Land im Umbruch (4). Gestaltung: Sabine Nikolay Aserbaidschan ist ein Land der Vielfalt und der Extreme: Sein Territorium zieht sich von den hohen Bergen des Kaukasus bis an das Kaspische Meer. Ewiges Eis gibt es dort ebenso wie die wüstenartige Halbinsel Absheron, die sich zum Meer hinzieht. Das Land verfügt über fruchtbare Böden auf denen Wein, Oliven, Granatäpfel und Gemüse gezogen werden, ausgedehnte Weiden für Schafe und Rinder, und dichte Wälder. Über die landschaftliche Schönheit ist jedoch wenig bekannt. Anders verhält es sich mit der pulsierenden Hauptstadt Baku, wo ein Bauboom für ständige Veränderung sorgt. Shopping Malls und Luxushotels entstehen ebenso wie Bürotürme und teure Wohnviertel. Die mit fester Hand regierende Familie Aliyev hat der Stadt eine Modernisierung verordnet, Baku verfügt inzwischen über eine beeindruckende Skyline. In der Sonne glänzende Hochhäuser prägen die Stadteinfahrt, über der Altstadt, die 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde, leuchten die "Flame Towers": Luxushotel, Bürogebäude und Luxusresidenzen. Jenseits der Prachtstraßen liegen bescheidene Gebäude, die Armenviertel und ärmlichen Trabantenstädte am Rand der Metropole verschwinden gleich ganz hinter Mauern im Stil des alten Tempels von Atashgah. Dieses Heiligtum - zuerst der Zarathustra-Anhänger und später von Hindumönchen - liegt 30 km außerhalb der Stadt, ist einer der Touristen-Hotspots und fiel dennoch fast der Gier nach Öl zum Opfer als bereits Ende des 19. Jahrhunderts hölzerne Bohrtürme bis an die Mauern des Tempels gebaut wurden. Das schwarze Gold ist Ursache und Motor von fast allem in Aserbaidschan. Wie die Landschaft sind auch Architektur, Kultur und Gesellschaft vielfältig: Aserbaidschan ist ein weltlicher Staat. Religion gilt als Privatsache. Christen, Moslems und Parsen leben friedlich zusammen. Wer aufmerksam durch die Straßen Bakus geht, sieht aber zunehmend Frauen, die Kopftuch tragen, und auch nicht mehr jeder Mann schüttelt einer Frau zur Begrüßung die Hand. Die Aseris sind auf der Suche nach ihren eigenen Traditionen, Religion und Musik spielen dabei eine wichtige Rolle. Im Hinterland hingegen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Dörfer, Weidenflächen und kleine landwirtschaftliche Betriebe bilden einen Gegenpol zur pulsierenden Metropole Baku. Wie leben die Menschen in Aserbaidschan, und wie schaffen sie den Spagat zwischen kulturellen Traditionen und einer Standortbestimmung in Zeiten der Globalisierung? Welche Traditionen werden hochgehalten, welche Neuerungen verändern die Gesellschaft? Im Rahmen des Nebenan-Schwerpunkts besucht Sabine Nikolay Aserbaidschan und fügt ihre Eindrücke zu einem Länderporträt zusammen.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Diabetes

Ursachen und Folgen der Zuckerkrankheit (4). Gestaltung: Madeleine Amberger Die Krankheit ist tückisch. Sie beginnt schleichend, die ersten Symptome sind diffus. Man fühlt sich schlapp, bekommt vielleicht häufiger Schnupfen, verspürt mehr Durst als früher. Kaum jemand geht deswegen umgehend zum Arzt. Ein Fehler, denn diese Symptome können ein Alarmsignal für Diabetes sein. 50 Prozent der Erkrankungen bleiben über Jahre unentdeckt. Wenn endlich eine Diagnose gestellt wird, sind Gefäße und Organe bereits geschädigt. Dabei ist die Krankheit gut behandelbar, wenn sie frühzeitig erkannt wird. In Österreich sind mehr als 700.000 Menschen zuckerkrank. 90 Prozent leiden an Diabetes mellitus Typ 2, früher auch "Altersdiabetes" genannt. Mittlerweile werden die Diabetiker jedoch zunehmend jünger. Die Zahl der Erkrankten steigt weltweit an, auch in Österreich. Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung. In einem gesunden Organismus sorgt das, in der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin dafür, dass die über die Nahrung aufgenommene Glukose - also der Zucker - aus dem Blut in die Zellen gelangt. Dort wird dieser als Energiestoff genutzt. Als Folge sinkt der Blutzuckerspiegel. Reagieren die Zellen nur schleppend auf das Signal, Zucker aufzunehmen, spricht man von Insulinresistenz. Wenn dieser Mechanismus völlig versagt, ist Zuckerkrankheit die Folge. Die gesundheitlichen Schäden reichen von Herzversagen und Schlaganfällen bis zu Blindheit, Nervenschäden und Beinamputation. Die Risikofaktoren für Diabetes Typ 2 sind bekannt: Bewegungsmangel, schlechte Ernährung, Übergewicht. Studien zeigen jedoch, dass eine Änderung des Lebensstils erstaunliche Wirkung zeigt. Stark übergewichtige Diabetiker, die mehr als zehn Kilogramm abspeckten, konnten über einen Zeitraum von zwei Jahren ihre Blutzuckerwerte wieder normalisieren und auf Medikamente verzichten. Auch beim Diabetes mellitus Typ 1, der sehr viel weniger Menschen betrifft, steigt die Zahl der Erkrankungen. Allerdings rätseln Mediziner noch über die Gründe. Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung. Körpereigene Zellen zerstören dabei die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Die Erkrankung macht sich meist schon im Kindes- und Jugendalter bemerkbar. Diabetes Typ 1 ist nicht heilbar. Da es ohne Insulin zu gefährlich hoher Zuckerkonzentration im Blut kommt, müssen Patienten und Patientinnen ein Leben lang Insulin spritzen.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Die Ikone Beethoven

Rezeption eines Genies (4). Gestaltung: Andreas Maurer Wie wird man zur Legende? Bereits zu Lebzeiten trugen die neuen Allgemeinen Musikzeitungen zur medialen Inszenierung Ludwig van Beethovens bei, machten ihn zum Genie, Revolutionär und Zauberer in Personalunion. Schnell schien das vorherrschende Vokabular auf diesen Prototypen des romantischen Künstlers nicht mehr anwendbar, die Musikkritik musste sich einer neuen Sprache bedienen: E.T.A. Hoffmann hörte in der 5. Sinfonie etwa jene "unendliche Sehnsucht, die das Wesen der Romantik sei", für Friedrich Nietzsche war die Neunte ein "Evangelium der Weltenharmonie". Neben Testament und Totenmaske trugen auch musikfremde Medien wie Literatur und bildende Kunst zur Ikonenbildung bei. Denn: wurde Beethoven anfangs noch als fühlender Mensch beschrieben, erhob man ihn gegen Ende des Jahrhunderts zum unantastbaren Gott, wie etwa mit der übermenschlichen Beethovenstatue Max Klingers (Wiener Secession 1902). Die Folge: eine Nationalisierung des Komponisten. Man errichtete ihm zu Ehren Denkmäler und feierte Volksfeste. Kanonisiert und monumentalisiert wurde der Musiktitan im Dritten Reich als Speerspitze in den Kampf um die "wahre Musik" ins Feld geführt und ungleich häufiger gespielt als andere deutsche Komponisten - vielleicht bis heute. Kann man Ludwig van Beethoven also überhaupt noch objektiv betrachten? Siegt nicht Deutung über Dokument? Fehlt der kritische Abstand für ein zeitgemäßes Beethoven-Bild? Andreas Maurer hat sich mit der Medienrezeption und der monumentalen Erinnerungskultur die Ludwig van Beethoven bis heute zum weltübergreifenden Mythos machen beschäftigt.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

mit Helene Breisach Hölderlin-Vertonungen zum 250. Geburtstag des Dichters Im selben Jahr wie Ludwig van Beethoven, 1770, wurde auch Friedrich Hölderlin geboren. Die Lebensgeschichte des romantischen Dichters umweht eine tragische Aura: In der Bankiersgattin Susette Gontard fand Hölderlin seine große Liebe, die er als Idealfigur Diotima in seiner Lyrik und dem Roman "Hyperion" verewigte. Eine psychische Erkrankung brandmarkte Hölderlin in seiner zweiten Lebenshälfte - er lebte in einem Turmzimmer in der Universitätsstadt Tübingen, wurde sogar als Attraktion von Fremden heimgesucht. Seine Gedichte aber inspirierten bis in die Gegenwart zahlreiche Komponisten zu Vertonungen: von Brahms und Strauss bis Britten und Cerha.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Der Perser". Von Alexander Ilitschewski. Aus dem Russischen von Andreas Tretner. Es liest Alexander Tschernek. "Ich hätte nicht nach Holland fahren dürfen. Die Kindheit tropfte auf mich herab, ein Hagel aus heißem Parrafin ..." Ilja, inzwischen ein erwachsener Mann, der in den USA lebt, erinnert sich an seinen Jugendfreund Hasem, einem iranischen Flüchtlingsjungen, und ihre gemeinsamen Träume. Und er beschließt, in Baku nach seinem Freund zu suchen. Gestaltung: Friederike Raderer.

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Gestaltung: Jörg Duit Alt-Bundespräsident Heinz Fischer und seine Frau Margit in zwei Gesprächen, die Renata Schmidtkunz für die Ö1 Sendereihe "Im Gespräch" aufgenommen hat. Fischer und Fischer CD 791 Bestellnr.: 2016792

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller. Wiener Klangkollektiv unter Rémy Ballot. Nach ihrer erfolgreichen Schubert-CD bringen das Wiener Klangkollektiv und Rémy Ballot nun eine CD mit Beethovens 3. Sinfonie "Eroica" und der Egmont-Ouvertüre heraus. Dabei verschmilzt Ballot sein Wissen um die Alte Musik mit dem herausragenden Können seiner MusikerInnen, die auf modernen Instrumenten spielen. Das Ganze ergibt einen sehr frischen Klang, der verschiedene Ebenen der Musik freilegt. Das Schöne dabei ist, dass die Musik nie schnittig klingt, sondern gefühlvoll. BEETHOVEN ESSENZIELL DesCis bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". In 250 Sekunden wollen wir immer am Donnerstag versuchen den Menschen, das Werk, die Zeit und die Auswirkungen dieses so herausragenden Künstlers zu beleuchten - zur Feier der 250. Wiederkehr des Geburtstages Beethovens.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. "Kleine Form" in allen Stimmlagen: "Lieder im Volkston" und mehr Novitäten Nähern wir uns einer Zeit, in der ein geglücktes Sänger/innenleben nicht mehr zwingend weltumspannend ablaufen muss? Anstöße kommen aus der Schweiz: Die Sopranistin Regula Mühlemann bringt eine Fülle von Liedern schweizerischer Komponisten, vorwiegend der Romantik, wieder zum Klingen, die Ewigkeiten nicht mehr zu hören waren - und ihre Kompatriotin Marie-Claude Chappuis, sonst in Oper und Oratorium aktiv, entdeckt überhaupt Schweizer Folklore neu. Magdalena Kozena, Mezzosopran wie Chappuis, lädt zur "Soirée" in den imaginären Salon (am Flügel: Sir Simon Rattle), Tenor John Mark Ainsley bricht eine Lanze für Lieder von Sir Michael Tippett ("Remember Your Lovers"), während Bariton Andrè Schuen, der Ladiner, diesmal Liszt auf Italienisch singt. Mit im Liederreigen auch: Tenor Cyrille Dubois, Baßbariton Michael Volle - er mit Auszügen aus Brahms' "Deutschen Volksliedern".

15.30 Uhr
Moment

Wie Fernseh-Krimis professionell kritisiert und dokumentiert werden Die "Tatort"-Beschreiber Die Fernsehserie "Tatort" feiert heuer ihr 50-Jahr-Jubiläum. Fast genauso lange folgt Volker Bergmeister der Serie - und zwar beruflich. Seit 1985 schreibt er "Tatort"-Kritiken für Tageszeitungen und seit 2010 tiefgreifende Krimi-Analysen für die Fernsehfilm-Plattform tittelbach.tv. Er berichtet über den Beruf eines Krimi-Kritikers - die nächsten "Tatort"-Folgen hat er schon Wochen vor allen anderen gesehen. Muss man Krimi-Fan sein, um Krimis kritisieren zu können? Was macht eine gute "Tatort"-Kritik überhaupt aus? Doris Priesching ist Medienjournalistin bei der Tageszeitung "Der Standard". Dort lädt das "Forum zum Sonntagskrimi" dazu ein, während der "Tatort"-Folge live mitzudiskutieren. Die User hält sie für kritischer als die Redaktion. Wer nach der Ausstrahlung zu einer Folge mehr Informationen möchte, kann im Internet auf Wikipedia nachschlagen. Eine Gruppe eingefleischter Fans veröffentlicht dort nach jeder Sendung eine detaillierte Beschreibung der Handlung, Informationen zu den Drehorten, Zuschauerzahlen und einiges mehr. Die meisten dieser "Tatort"-Artikel wurden von "goldmull" veröffentlicht. Hinter dem Wikipedia-Pseudonym verbirgt sich Inge-Lore Hebbel, eine energie-geladene Pensionistin aus Sachsen-Anhalt. Gestaltung: Dominique Gromes Bis auf Weiteres... Berichte aus dem Homeoffice Gestaltung: Horst Widmer

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert jeden Donnerstag das Ö1 Kinderjournal Rudi besucht seine Kolleginnen und Kollegen in der Nachrichtenredaktion. Denn Donnerstag ist Nachrichtentag. Der Radiohund fragt Helene Seelmann, was es diese Woche in Österreich, Europa und der Welt Neues gibt.

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Falschinformationen und Gerüchte im Alten Rom Gestaltung: Tanja Malle Fake News, das sind Falschinformationen, die im Internet, oft über die Sozialen Medien, verbreitet werden. Sie können lustig sein oder aber ein problematisches Ziel verfolgen: Nämlich, das, was Menschen denken und glauben, zu beeinflussen und ihr politisches Denken zu lenken. Seit einigen Jahren sind Fake News in aller Munde. Aber es gibt sie schon viel, viel länger, erfahren die Ö1 Kinderunireporter/innen von Sonja Schreiner vom Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein der Universität Wien. Die Taktik, Falschinformationen zu verbreiten, haben bereits einflussreiche Politiker und berühmte Autoren in der Antike perfekt beherrscht. Wer waren sie? Was wollten sie damit bezwecken? Und was haben sie wider besseres Wissen erzählt? Die Ö1 Kinderunireporter/innen entlarven alte Fake News und erzählen, was sie heute tun, um nicht Falschinformationen aufzusitzen.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.10 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Musik aus dem Jazzpianist/innenland Aserbaidschan Aserbaidschan kann auf eine durchaus lebendige Jazzszene verweisen, und interessanterweise sind es vor allem Pianisten und Pianistinnen, die über internationales Renommee verfügen. Und sie alle berufen sich auf den 1979 im Alter von erst 39 Jahren verstorbenen Pianisten und Komponisten Vagif Mustafa-Zadeh, der als Erster Jazz, aserbaidschanische Mugham-Tradition und klassische europäische Musik miteinander verband und so einer eigenen Spielart des Jazz' den Weg ebnete. Andreas Felber präsentiert Musik von Amina Figarova, Shahin Novrasli, Isfar Sarabski, Aziza Mustafa-Zadeh u. a. - Ein Beitrag zum Aserbeidschan-Schwerpunkt in der Reihe "Nebenan".

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte von Aserbaidschan. Mit Eva Maria Auch, Historikerin an der Humboldt-Universität Berlin. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Aserbaidschan ist kaum größer als Österreich und bietet landschaftliche Extreme: Einerseits das alpine Klima im Kaukasus, etwas weiter herrschen dann Wüstentemperaturen. Die große Mehrheit der Bevölkerung gehört dem schiitischen Islam an. Zurückverfolgen lässt sich diese Religion bis ins 7. Jahrhundert, als Araber das Sassanidenreich eroberten und sich dort, im heutigen Aserbaischan, niederließen. Ab dem 11. Jahrhundert wanderten türkische Gruppen ein, außerdem Seldschuken und Mongolen. Ab dem frühen 18. Jahrhundert besetzten russische Herrscher nach und nach ganz Aserbaidschan. Zwar erklärte sich das Land 1918 für unabhängig, doch kurze Zeit später besetzte Stalin das Land und erklärte es zur Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Es folgten die Abschaffung des privaten Eigentums, Zwangskollektivierung, Planwirtschaft und politische Säuberungen. Seit 1991 ist Aserbaidschan wieder ein unabhängiger Staat. Präsident ist seit 2003 Ilham Alijew von der Partei "Neues Aserbaidschan". Er löste seinen zuvor verstorbenen Vater Heydar Alijew im Amt ab. Menschenrechtsorganisationen und NGOs kritisieren immer wieder, dass es in Aserbaidschan kaum Zugriff auf freie Medien gibt, dass dort keine Meinungsfreiheit herrsche, Menschenrechte missachtet werden und Korruption an der Tagesordnung steht.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Arbeitnehmer/innen wollen sich "Pawahara" nicht mehr gefallen lassen. Gestaltung: Martin Fritz Im Land der aufgehenden Sonne geschieht neuerdings Unerhörtes: Japans Werktätige, die mit ihrem Arbeitseifer und Bienenfleiß einst den Westen das Fürchten lehrten, wehren sich in wachsender Zahl gegen Machtmissbrauch und Schikanen ihrer Vorgesetzten. Immer mehr Japaner/innen wollen sich nicht mehr erniedrigen, herabsetzen und psychisch quälen lassen. Die soziale Bewegung ist so stark, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer inzwischen vom Gesetzgeber Unterstützung erhalten haben. Nun sind die Unternehmen verpflichtet, vorbeugende Maßnahmen gegen das Mobbing von oben zu ergreifen. Dafür verwenden die Japaner das englische Wort "Power Harassment" und verkürzen es zu "Pawahara". Welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kräfte verhelfen diesem Aufstand zum Erfolg?

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Die Wissenschaft als Gerichtsgutachterin Von Lukas Tremetsberger Gewaltverbrechen, Umweltanliegen, ärztliche Kunstfehler - ist in einem Gerichtsprozess die Beweislage nicht ausreichend oder steht Aussage gegen Aussage, werden Gutachten erstellt. Wissenschaft und Justiz suchen nach Wahrheit. Beide Disziplinen sammeln Fakten und ziehen ihre Schlüsse daraus. Entscheidend ist der Austausch zwischen Jurist/innen und wissenschaftlichen Expert/innen. Beide Disziplinen sprechen unterschiedliche Sprachen, haben ihre jeweiligen Fachbegriffe und Arbeitsweisen, was zu Missverständnissen führen kann. Im Idealfall sind Gerichtsgutachter eine Art Übersetzer zwischen Wissenschaft und Justiz. Wie müssen wissenschaftliche Ergebnisse im Gerichtssaal präsentiert werden, damit Juristen ihre Fragestellungen beurteilen können? Wie groß darf der Spielraum für Interpretation sein? Was passiert, wenn Forensiker oder Kriminologen sich irren, wer ist verantwortlich für Fehlurteile? Wie lenken die Befunde das richterliche Urteil? Schlussendlich entscheidet die Justiz über Schuld und Unschuld, nicht die Wissenschaft.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

RTÉ National Symphony Orchestra, Dirigent: Jean Deroyer; Vadym Kholodenko, Klavier. John Kinsella: Symphonie Nr. 11 * Sergej Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 C-Dur op. 26 * Jean Sibelius: Symphonie Nr. 3 C-Dur op. 52 (aufgenommen am 29. November 2019 in der National Concert Hall in Dublin). Präentation: Peter Kislinger

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Vergessen wir Japan nicht!" - Birgit Dalheimer im Gespräch mit Judith Brandner, Journalistin und Japanexpertin Normalerweise stellt die vielfach ausgezeichnete Journalistin und Japan-Expertin Judith Brandner selbst die Fragen. Mehr als 30 Jahre arbeitete sie für verschiedene Programme des ORF, darunter "Radio Österreich International". 1997 wechselte sie zu Ö1, wo sie unter anderem die Sendereihe "Radiokolleg" moderierte. Als Übersetzerin für Japanisch und Englisch übernahm sie 1994/ 1995 in Kyoto Korrespondententätigkeiten für den ORF. Die 1963 in Salzburg geborene Journalistin beendete 2004 das Studium der Japanologie und Übersetzungswissenschaften. Zahlreiche Lehraufträge führten sie an die Universität Wien und an die Universität Nagoya in Japan. Über die Folgen der Atomreaktor-Katastrophe in Fukushima verfasste und gestaltete Brandner zahlreiche Texte, Radiobeiträge und ein Buch mit Porträts von Betroffenen. In ihrer kürzlich erschienenen Publikation mit dem Titel "Japan. Inselreich in Bewegung." nimmt sie ihre Leser/iInnen mit auf die Reise in das historische und zeitgenössische Japan. Derzeit ist Brandner in der Wissenschaftsredaktion des ORF-Fernsehens tätig. Zu Gast bei Birgit Dalheimer in der Ö1-Sendereihe "Im Gespräch" erzählt Judith Brandner von ihrer Expertise und Leidenschaft für Japan und den Journalismus.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Dschi Dsche-i Dschunior Gestaltung: Stephan Pokorny 1979, anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen ?Jahr des Kindes?, konnte Dschi Dsche-i Dschunior, den Christine Nöstlinger schon länger konzipiert hatte, für den sich aber bis dahin kein Sendeplatz im ORF gefunden hatte, das Licht der Radio-Welt erblicken. Der gewitzte Fürsprecher der Kinder, dem an ?altmodischen? Wörtern genauso gelegen ist wie an modernen, eroberte innerhalb eines Jahres - und im Sturm - das Radiopublikum. Christine Nöstlinger, die mit Romanen wie ?Wir pfeifen auf den Gurkenkönig? und ?Maikäfer, flieg? bereits Klassiker der neuen Kinderliteratur und sich selbst damit in die erste Reihe der deutschsprachigen Kinderbuchautorinnen geschrieben hatte, verlieh dem Fabelwesen mit drei Zahnreihen, Bauchhaaren, und »Hüflingen« eine Stimme, die aus der Perspektive von Kindern argumentiert. Die kurzen, erfrischenden Sendungen, die im Ö3 Wecker täglich ausgestrahlt wurden, ließen Dschi Dsche-i Dschunior zur Radiolegende werden.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Nebenan: Aserbaidschan. Ein Land im Umbruch (4) . Gestaltung: Sabine Nikolay Diabetes. Ursachen und Folgen der Zuckerkrankheit (4). Gestaltung: Madeleine Amberger Die Ikone Beethoven. Rezeption eines Genies (4) . Gestaltung: Andreas Maurer

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Neue und experimentelle Musik aus Aserbaidschan (4) Nach der dicht gepackten Musikreportage quer durch alle Genres, tauchen wir heute noch einmal tiefer in die diversen Musikszenen jenseits der zeitgenössischen Klassik ein. Gestaltung: Susanna Niedermayr

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Musikauswahl und Präsentation: Beate Linke-Fischer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten