Tagestipps

Donnerstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Impfpflicht Wie sinnvoll ist der Zwang zum Piks? Von Jeanne Turczynski Die Masern ausrotten, das ist das Ziel der WHO. Denn obwohl es eine wirksame Impfung gegen die Krankheit gibt, sterben jedes Jahr weltweit zehntausende Menschen an dem Virus - auch in Deutschland. Jetzt hat Gesundheitsminister Spahn ein Gesetz für eine verpflichtende Masernimpfung auf den Weg gebracht. Eltern werden künftig dazu verpflichtet, ihre Kinder bis zur Einschulung zwei Mal gegen die Masern impfen zu lassen. Sonst drohen Zwangsberatung und Bußgelder bis zu 2500 Euro. Das ist umstritten. Nicht nur Impfgegner protestieren, sondern auch Impfbefürworter und Juristen befürchten, dass das Gesetz eine gegenteilige Wirkung haben könnte. Kritiker sagen: Es hätte viele Wege gegeben, die Impfmotivation der Deutschen zu verbessern, ganz ohne Zwang. Hinzu kommt, dass kurz vor der geplanten Einführung der Impfpflicht noch vollkommen unklar ist, wie sie organisatorisch und logistisch umgesetzt werden soll. Redaktion: Anne Kleinknecht

Donnerstag 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Die Erforschung des Albtraums. Von Hanna Ronzheimer Ein Drittel unseres Lebens sollten wir - idealerweise - verschlafen. Und dabei in schönen Träumen schwelgen. Doch viele Menschen leiden unter wiederkehrenden Albträumen. Daraus erwachen wir dann mit starken negativen Gefühlen wie Angst, Trauer, Ekel, Scham oder Wut, schweißgebadet und mit guter Erinnerung. Im Gegensatz zum "normalen" Traum bleibt der Albtraum nämlich stärker und länger im Gedächtnis. Warum ist das so? - Immer wiederkehrende Albträume können das Leben untertags unangenehm beeinflussen und Spuren hinterlassen. Die Wissenschaft weiß mittelweile einiges über Albträume. Warum und bei wem sie gehäuft auftreten, aber auch, welche Funktionen Albträume möglicherweise haben. Es könnte sein, so vermuten die Forscher, dass sie uns im Schlaf darauf vorbereiten, bei realer Bedrohung und Angst richtig zu reagieren.

Donnerstag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

JazzFacts

"In New York ist es schwierig, nichts zu tun" Ein Porträt der Schlagzeugerin Mareike Wiening Von Anja Buchmann Sieben Jahre hat Mareike Wiening in New York gelebt - anfangs als Stipendiatin, anschließend mit einem Künstlervisum. In der Jazz-Metropole gründete sie auch das exzellente Quintett, mit dem sie nun ein Album beim Label des Trompeters Dave Douglas veröffentlicht hat. Mit ihrer Band macht die Schlagzeugerin einen eleganten und melodischen, manchmal rockigen, oft rhythmisch vertrackten Modern Jazz. Vor ihrer Zeit in New York studierte Wiening in Mannheim und Kopenhagen, unter anderem beim Keyboarder/Komponist Django Bates und bei der Perkussionistin Marilyn Mazur. Vor einem Jahr zog sie aus den USA zurück nach Deutschland. Nun lebt sie in Köln - wenn sie nicht, wie die meiste Zeit, auf Tour ist: mit ihrem Quintett, mit alten Kollegen aus New York, mit der Band der Trompeterin Rachel Therrien, mit der Vibrafonistin Sasha Berliner oder dem Fabia Mantwill Orchestra. Die Sendung stellt die umtriebige Musikerin, Bandleaderin und Komponistin vor.

Donnerstag 22:03 Uhr SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Hörspiel-Studio

Die Theoretiker im Exil Hörstück von Albrecht Kunze Mit: Nikola Duric, Nina Kronjäger u. a. Musik und Regie: Albrecht Kunze (Produktion: SWR/hr 2011) In diesem Stück geht es um die Frage, wie und was nationale Grenzen eigentlich begrenzen. Und darum: dass Grenzen letztlich nur vorläufig und vorübergehend sind - weswegen ein Vorlaufen und Vorübergehen im Grunde reicht, um sie zu überwinden. Im Zentrum dieses dystopischen Electro-Pop Hörspiels steht die Gruppe der »Theoretiker im Exil«, eine Analyseeinheit innerhalb des halb-geheimen »Pilotprojekts für Gefahrenabwehr und Horizontschutz«.

Donnerstag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 NOWJazz

25 Jahre zweiter Frühling Das Münchner Plattenlabel Winter & Winter Von Henry Altmann Die Trümmer des zerbrochenen Labels JMT fügt dessen ehemaliger Geschäftsführer Stefan Winter seit 1995 neu zusammen - mit Können, Karton und Kunst! CDs von Winter & Winter fallen auf, durch ihr Material und ihr Design, durch ihre Musiker*innen und deren genreübergreifende Projekte, durch "Hörfilme", thematische Panoramen und Soundscape-Aufnahmen. Henry Altmann über ein Label, das in diesem Jahr seinen 25. zweiten Frühling begeht.

Donnerstag 23:03 Uhr Ö1

Zeit-Ton

-Zeitreise. 40 Jahre "Queen of Siam" von Lydia Lunch Im Februar 1980 erschien das erste Album der Musikerin, Autorin und Performerin Lydia Lunch, die schon mit ihrer Band Teenage Jesus and The Jerks zu einer Protagonistin der New Yorker No-Wave-Szene geworden war. Hier ging es nicht um existentialistische Rock-Dekonstruktionen, sondern um eine Art doppelte Umdeutung von Pop-Musik. Anhand von "Queen of Siam" präsentiert diese "Zeit-Ton Zeitreise" Stationen im Schaffen von Lydia Lunch, eine der wichtigsten Künstlerinnen experimenteller Musik. Um 1977 hatte sich in New York Punk überlebt und brachte nun ein Umfeld hervor, das als No Wave bezeichnet wurde. Fundiertes Kunst- und Musikwissen traf auf autodidaktische Verweigerungshaltungen, zudem reichte No Wave weit in Sparten wie Film und Performancekunst. Zu jener Aufbruchszeit kam Lydia Lunch nach New York, wo sie durch die Band Suicide erste Konzerte spielte und Teenage Jesus and The Jerks zu einer Art Prototyp dieses neuen Sounds wurden. Sie hatte dann die Band 8 Eyed Spy, bildete mit Nick Cave, Marc Almond und J. G. Thirlwell The Immaculate Consumptive und arbeitete mit dem Underground-Filmemacher Richard Kern. Zu aktuellen Projekten zählen etwa Big Sexy Noise sowie Medusa"s Bed mit Zahra Mani und Mia Zabelka. Zudem ist sie seit den 1990ern als Spoken-Word-Performerin tätig und hat zahlreiche Essay-Bücher geschrieben. Lydia Lunch ist eine der profiliertesten Künstlerinnen dezidiert weiblicher Selbstbestimmtheit. Ihre ebenso radikalen wie lustvollen Auseinandersetzungen mit Sexualität und Gewalt hatten großen Einfluss u.a. auf die feministische und queere Subkultur. Neben Stücken aus "Queen of Siam" - das auf ZE Records, einem der damals wichtigsten Labels experimenteller Rock-Musik, erschien - sind in diesem "Zeit-Ton" weitere Lunch-Nummern jener Zeit zu hören. Gestaltung: Heinrich Deisl

Freitag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Der Klang der Gärten Komposition und Realisation: Bettina Oppermann und Sam Auinger Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013 Länge: 53"41 Vogelzwitschern, Laubbläser, Brunnen, Kieswege. Radiophoner Essay über Geschichte und Gegenwart der Gartenakustik. Frühling und Vogelzwitschern, Sommer und Freibad, Herbst und Laubbläser: Wir wissen genau, wie sich ein Park zu verschiedenen Jahreszeiten anhört und können uns seinem Klang nicht entziehen. Neben typischen Geräuschmustern sind künstlerisch komponierte Klänge ein wichtiger Teil der Gartengestaltung. Das Ensemble aus Pflanzen und Tieren, Brunnen und Kieswegen, Musik und Stimmen klingt immer anders: von Epoche zu Epoche, im Sommer und im Winter, tagsüber oder nachts. Bettina Oppermann und Sam Auinger durchstreifen Geschichte und Gegenwart der Gartenakustik in einem radiophonen Essay. Bettina Oppermann, geboren 1960 in Limburg an der Lahn, ist Professorin für Freiraumpolitik und Planungskommunikation an der Universität Hannover. Einer ihrer Themenschwerpunkte ist Klangkunst und Hörkultur in Garten und Landschaft. Sam Auinger, geboren 1956 in Linz, Klangkünstler und "Klangdenker". Künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Stadtplanung, Architektur, Sinneswahrnehmung und Sound. Von 2008-2012 Professor für experimentelle Klangkunst an der Universität der Künste, Berlin. 2010 war er Stadtklangkünstler in Bonn. 2012 erhielt er zusammen mit Bruce Odland (O A) eine lobende Erwähnung beim Prix Ars Electronica. 2013-2015 war er Associate am Harvard Graduate College of Design, 2017 war er Gastdozent am MIT. Der Klang der Gärten

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