Features

Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Der Blutegel Parasit und Heilmittel Gartenteich Paradies für Seerosen und Co. Das Kalenderblatt 27.3.1871 Das erste Länderspiel im Rugby gewinnt Schottland Von Silke Wolfrum Der Blutegel - Parasit und Heilmittel Autorin: Maike Brzoska / Regie: Sie sind wurmartig, glitschig, oft braun oder schwarz - und rufen bei den meisten Menschen dieselbe Reaktion hervor: Igitt, wie eklig! Dabei sind Egel faszinierende Tierchen. Heute leben sie auf allen Kontinenten, vorzugsweise in Tümpeln, Teichen und langsam fließenden Gewässern. Egel werden bis zu 15 cm lang und haben zwei Saugnäpfe. Mit dem hinteren halten sie sich fest. Der vordere ist nahe der Mundöffnung und hilft beim Saugen des Blutes von Mensch oder Tier. In der Medizin werden Egel schon seit Jahrhunderten eingesetzt. Mittlerweile hat die moderne Naturheilkunde sie wieder entdeckt. Insbesondere bei chronischen Schmerzen im Rücken oder Kniearthrose sollen sie helfen. Grund dafür ist der Speichel der Tiere, den sie beim Saugen in der Wunde des Patienten hinterlassen. Mehr als 100 pharmakologisch wirksame Substanzen sollen darin enthalten sein. Am bekanntesten ist das Eiweiß Hirudin, das die Blutgerinnung hemmt. Was genau passiert, wenn Egel Blut saugen? Und wie fühlt sich das an? Gartenteich - Paradies für Seerosen und Co. Autorin: Brigitte Kohn / Regie: Teichgewächse, ob Seerosen oder Sumpfdotterblume, sind faszinierende Gewächse und stellen jeden, der einen Teich plant, vor gestalterische Herausforderungen. Seerosen etwa brauchen Wassertiefe, andere Teichpflanzen fühlen sich am Ufer wohl, wieder andere entfalten sich ausschließlich unter Wasser. Sie alle eint: Sie halten das Wasser sauber, denn sie entziehen den Algen die Nährstoffe, die in Form von Blättern, Blüten und toten Insekten auf die Teichoberfläche fallen und ans Ufer geschwemmt werden oder auf den Grund sinken. Wasserpflanzen können sogar Abwasser reinigen und als natürliche Kläranlagen dienen. In Wald- und Gartenteichen ziehen sie Insekten und andere Tiere an und lassen so faszinierende Biotope entstehen. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Bernhard Kastner und Matthias Eggert

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Dienst-Schluss! Und dann? Orchestermusiker im (Un)Ruhestand Von Noemi Schneider Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr "Musiker gehen nicht in Rente, sie hören auf, wenn sie keine Musik mehr in sich haben." Dieser Ausspruch stammt von Louis Armstrong. Die Realität hat andere Regularien: Ob herbei gesehnt oder befürchtet - jedem angestellten Orchestermusiker flattert irgendwann der Rentenbescheid ins Haus. Das "Dienst-Ende" ist ein besonderer Lebenseinschnitt, schließlich lassen sich Beruf und Berufung nur schwer voneinander trennen. Ob Frühberentung oder Pensionierung, das "letzte Drittel" muss gemeistert werden. Und wie? Weiterspielen in Katar, Kammermusik mit Kollegen, Kabarett, soziales Engagement oder Weltumsegelung? Noemi Schneider hat mit pensionierten Solisten und Tuttisten über Abschiede, Ängste und Albträume, ungeahnte Freuden, neue Hobbies und musikalische Entdeckungen im (Un)Ruhestand gesprochen.

Donnerstag Samstag