Features

Samstag 09:04 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Faszination Turmuhren Von Jörg Wunderlich Regie: Matthias Seymer Produktion: MDR 2020 - Ursendung -

Samstag 09:05 Uhr MDR KULTUR

Faszination Turmuhren

Von Jörg Wunderlich (Ursendung) Obwohl Turmuhren weithin sichtbar die Zeit künden, bleibt ihr Antrieb meist dem öffentlichen Auge verborgen. In den Bodenkammern von Kirchen, Rathäusern oder Schulen bewegen imposante Mechaniken großformatige Zeigerwerke - emissionsfrei, von der Gravitation angetrieben und durchaus pflegebedürftig. Der Autor Jörg Wunderlich trifft Menschen der seltener werdenden Gattung "homo mechanicus". Eckhard Wende aus Kaiserpfalz und Helmut Ebert aus Beesenstedt ergriffen in den 90er Jahren die Chance, aus ihrem Technikinteresse einen neuen alten Beruf zu machen. Beide sind heute zwischen Elbe und Unstrut gefragte Experten für Turmuhrenreperaturen. Aber auch der Matheprofessor Thomas Puettmann aus Bochum oder der Erziehungswissenschaftler Henning Zühlsdorff aus Lüneburg sind von der Leidenschaft für die Artefakte der mechanischen Ära ergriffen. Der Autor begibt sich hinauf auf die Turmspitzen, hinein in die Räderwerke und hinab in die Geschichte der Zeitmessung. Jörg Wunderlich, Jahrgang 1970, ist als freier Journalist und Autor tätig. Für MDR Kultur realisierte er zuletzt das Feature "Grau - Vom Siegeszug einer Nicht-Farbe"(2015) und das Reportagefeature "Die Graswurzener - Aussteigen Vier Punkt Null" (2018) Regie: Matthias Seymer Produktion: MDR 2020

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Nachbildbeschleunigung Der Dichter Thomas Kling Von Ulrike Janssen und Norbert Wehr Aufnahme des WDR 2006 Am 1. April 2005, vor fünfzehn Jahren, starb der Dichter Thomas Kling im Alter von 47 Jahren an Lungenkrebs. Thomas Kling gilt vielen als der bedeutendste deutsche Dichter seiner Generation. "Wir werden noch eine Weile brauchen, bis wir begreifen: Der Verlust dieses Dichters ist nur mit jenem zu vergleichen, den der Tod Paul Celans bedeutet hat..." schrieb Marcel Beyer in seinem Nachruf auf den Freund Thomas Kling. 1957 in Bingen geboren, hatte Thomas Kling Mitte der achtziger Jahre, als selbsternannter Nachfahr der Avantgardisten Artmann und Prießnitz, mit seinen "Sprachinstallationen" die literarische Bühne betreten - laut, aggressiv und kompromisslos. Am Ende seines Lebens, in seinem letzten Band "Auswertung der Flugdaten", waren es die Antimodernisten George und Borchardt, denen er luzide Essays widmete. Dazwischen entstanden in zwanzig Jahren zahlreiche Bände, in denen Kling, der Spracharchäologe und Sprachekstatiker, die verschiedenen Schichten von Tradition, Experiment und Moderne in bis dahin unerhörter Form miteinander verband. Wie kaum ein zweiter Lyriker seiner Generation öffnete er das Gedicht für die unterschiedlichsten Sprach- und Sprechweisen und interessierte sich nicht nur für zeitgenössische Lebens- und Medienwelten, sondern auch für historische, geologische, biologische und naturgeschichtliche Phänomene. Das Gedicht, so sein Anspruch, habe ein Wahrnehmungsinstrument zu sein, "das kleinste subkutane Bewegungen der Sprache sichtbar und hörbar zu machen versteht". Ulrike Janssen und Norbert Wehr zeichnen ein Porträt, in dem vor allem Thomas Kling selbst zu Wort kommt: in zum Teil unbekannten Tonaufnahmen, darunter auch seinem letzten im Todesjahr entstandenen Gespräch, einem beeindruckenden Dokument. Wiederholung: So 15.04 Uhr

Samstag 13:05 Uhr Bayern 2

das ARD radiofeature

Ein Feature über IS-Rückkehrer in Deutschland Von Joseph Röhmel BR 2020 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Die Terrormiliz IS gilt militärisch als so gut wie besiegt. Mehrere Jahre machte sie das Kriegsgebiet im Irak und Syrien zu einem Sehnsuchtsort für viele junge Frauen und Männer aus Europa. Allein aus Deutschland zählt das Bundeskriminalamt mehr als 1.000 Ausreisen zum IS und anderen islamistischen Terrorgruppen. Ein Drittel ist laut BKA wieder zurück. Sicherheitsbehörden warnen: Von Teilen der Dschihad-Rückkehrer geht eine langfristige, kaum kalkulierbare Gefahr aus. "Ein besonderes Sicherheitsrisiko stellen Personen dar, die während ihres Aufenthaltes militärisch im Umgang mit Waffen und Sprengstoff geschult wurden oder Kampferfahrung gesammelt haben", schreibt BKA-Präsident Holger Münch in einem Sammelband zum Thema Radikalisierung. Die Behörden stehen vor nie dagewesenen Fragen: Wie reintegriert man Dschihadisten aus Kriegsgebieten? Wer distanziert sich glaubhaft von religiösem Fanatismus? Wer ist noch gefährlich? Wie schwierig ist es für geläuterte Rückkehrer in Deutschland wieder Fuß zu fassen? Im ARD radiofeature stehen zwei Rückkehrer im Mittelpunkt: Ein Anfang 30-jähriger Mann aus Bayern war bei der Al-Kaida-nahen Gruppe Junud al-Sham und sitzt seit 2014 im Gefängnis - unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Eine 50-jährige Frau, die bei der Terrormiliz IS war, befindet sich seit ihrer Rückkehr auf freiem Fuß. Der Autor Joseph Röhmel spricht außerdem mit Behörden, Beratungsstellen und Bewährungshelfern über den Umgang mit Dschihad-Rückkehrern.

Samstag 14:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Dienst-Schluss! Und dann? Orchestermusiker im (Un)Ruhestand Von Noemi Schneider Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr "Musiker gehen nicht in Rente, sie hören auf, wenn sie keine Musik mehr in sich haben." Dieser Ausspruch stammt von Louis Armstrong. Die Realität hat andere Regularien: Ob herbei gesehnt oder befürchtet - jedem angestellten Orchestermusiker flattert irgendwann der Rentenbescheid ins Haus. Das "Dienst-Ende" ist ein besonderer Lebenseinschnitt, schließlich lassen sich Beruf und Berufung nur schwer voneinander trennen. Ob Frühberentung oder Pensionierung, das "letzte Drittel" muss gemeistert werden. Und wie? Weiterspielen in Katar, Kammermusik mit Kollegen, Kabarett, soziales Engagement oder Weltumsegelung? Noemi Schneider hat mit pensionierten Solisten und Tuttisten über Abschiede, Ängste und Albträume, ungeahnte Freuden, neue Hobbies und musikalische Entdeckungen im (Un)Ruhestand gesprochen.

Samstag 14:45 Uhr HR2

Kinderfunkkolleg Musik

War Musik schon immer da? | Von Niels Kaiser

Samstag 17:04 Uhr SR2 Kulturradio

FeatureZeit: Zurück vom Dschihad

Ein Feature über Wiedereingliederung von IS-Heimkehrern das ARD radiofeature Von Joseph Römmel Die Terrormiliz IS gilt militärisch als so gut wie besiegt. Mehrere Jahre machte sie das Kriegsgebiet im Irak und in Syrien zu einem Anziehungspunkt für viele junge Frauen und Männer aus Europa. Allein aus Deutschland zählt das Bundeskriminalamt insgesamt mehr als 1.000 Ausreisen zum IS und anderen islamistischen Terrorgruppen. Ein Drittel ist laut BKA wieder zurück. Sicherheitsbehörden warnen: Von Teilen der Dschihad-Rückkehrer gehe eine langfristige, kaum kalkulierbare Gefahr aus. "Ein besonderes Sicherheitsrisiko stellen Personen dar, die während ihres Aufenthaltes militärisch im Umgang mit Waffen und Sprengstoff geschult wurden oder Kampferfahrung gesammelt haben", schreibt BKA-Präsident Holger Münch in einem Sammelband zum Thema Radikalisierung. Die Behörden stehen vor nie dagewesenen Fragen: Wer ist noch gefährlich? Wie reintegriert man Dschihadisten aus Kriegsgebieten? Wer distanziert sich glaubhaft von religiösem Fanatismus? Und wie schwierig ist es für geläuterte Rückkehrer in Deutschland wieder Fuß zu fassen? Im ARD radiofeature stehen zwei Rückkehrer im Mittelpunkt: Ein Anfang 30-jähriger Mann aus Bayern war bei der Al-Kaida-nahen Gruppe Junud al-Sham und sitzt seit 2014 im Gefängnis - unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Eine 50-jährige Frau, die bei der Terrormiliz IS war, befindet sich seit ihrer Rückkehr auf freiem Fuß. Der Autor Joseph Röhmel spricht außerdem mit Mitarbeitern in Behörden und Beratungsstellen sowie Bewährungshelfern über den Umgang mit Dschihad-Rückkehrern.

Samstag 18:00 Uhr Bremen Zwei

ARD Radiofeature: Zurück vom Dschihad. Ein Feature über Wiedereingliederung von IS-Heimkehrern

Die Terrormiliz IS gilt militärisch als so gut wie besiegt. Mehrere Jahre machte sie das Kriegsgebiet im Irak und in Syrien zu einem Anziehungspunkt für viele junge Frauen und Männer aus Europa. Allein aus Deutschland zählt das Bundeskriminalamt insgesamt mehr als 1.000 Ausreisen zum IS und anderen islamistischen Terrorgruppen. Ein Drittel ist laut BKA wieder zurück. Sicherheitsbehörden warnen: Von Teilen der Dschihad-Rückkehrer gehe eine langfristige, kaum kalkulierbare Gefahr aus. "Ein besonderes Sicherheitsrisiko stellen Personen dar, die während ihres Aufenthaltes militärisch im Umgang mit Waffen und Sprengstoff geschult wurden oder Kampferfahrung gesammelt haben", schreibt BKA-Präsident Holger Münch in einem Sammelband zum Thema Radikalisierung. Die Behörden stehen vor nie dagewesenen Fragen: Wer ist noch gefährlich? Wie reintegriert man Dschihadisten aus Kriegsgebieten? Wer distanziert sich glaubhaft von religiösem Fanatismus? Und wie schwierig ist es für geläuterte Rückkehrer in Deutschland wieder Fuß zu fassen? Im ARD radiofeature stehen zwei Rückkehrer im Mittelpunkt: Ein Anfang 30-jähriger Mann aus Bayern war bei der Al-Kaida-nahen Gruppe Junud al-Sham und sitzt seit 2014 im Gefängnis - unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Eine 50-jährige Frau, die bei der Terrormiliz IS war, befindet sich seit ihrer Rückkehr auf freiem Fuß. Der Autor Joseph Röhmel spricht außerdem mit Mitarbeitern in Behörden und Beratungsstellen sowie Bewährungshelfern über den Umgang mit Dschihad-Rückkehrern.

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Wirklichkeit im Radio Meine Schwester Ursel Von Karlheinz Tesch Regie: Fritz-Ernst Fechner Ton: Wolfgang Masthoff Produktion: Rundfunk der DDR 1986 Länge: 48"11 Unermüdlich zieht sie von Wohnung zu Wohnung. Verarztet, organisiert, hört zu. In einem O-Ton-Feature porträtierte der Rundfunk der DDR 1986 einen Tag im Leben der Bezirksschwester Ursel in Berlin-Prenzlauer Berg. "Im Stadtbezirk Prenzlauer Berg betreuen 25 Gemeindeschwestern ältere und hilfsbedürftige Bürger in deren Wohnungen. In Berlin heißen sie ,Bezirksschwester". Aber für die Betreuten ist es jeweils ,meine Schwester". Den Arbeitsalltag einer solchen Schwester namens Ursel beobachtet der Autor mit dem Mikrofon, spürt ihren Motivationen nach und erkundet die Hilfe, die sie bewirkt." So der Pressetext im Ursendungsjahr 1986. Einen Systemwechsel und etliche Gentrifizierungswellen später können wir heute Ursel aus dem Prenzlauer Berg mit anderen Ohren zuhören. Karl-Heinz Tesch (1930-1997) war eine prägende Figur des DDR-Rundfunks. Nach Anfängen bei der Freien Presse und beim Berliner Rundfunk wurde er fest angestellter Feature-Autor bei der Feature-Abteilung im Rundfunk der DDR. Sein Spezialgebiet waren O-Ton-Reportagen, oft mit Kunstkopf-Stereophonie. Nach der Wende baute er die Feature-Abteilung beim Sachsen Radio auf, die später beim MDR ansässig wurde. Bekannte weitere Features von ihm sind: "Heut" iss in Pankow Wochenmarkt" (Rundfunk der DDR 1977), "So spricht des Leben: Die Welt ist mein - Der Wiederaufbau der Dresdner Semper-Oper" (1979), "Wenn Du hier rauskommst, vergiß uns nicht - Häftlinge des Zuchthauses Bautzen" (Sachsen Radio 1991). Meine Schwester Ursel

Samstag 23:05 Uhr BR-Klassik

Musik der Welt

Virtuelle Archive für Feldaufnahmen (1) Die Tonsammlung des Pitt Rivers Museum Oxford und andere historische Klangdokumente im Internet Von Helen Hahmann Teil 2: Sonntag, 23:05 Uhr Stille - plötzlich ein starkes rhythmisches Rauschen - Gesang setzt ein, klingt weit entfernt - die Stimme eines Mannes im Falsett - kein Text, klagendes Johlen - die Töne versinken im Rauschen. Der britische Ethnologe Northcote W. Thomas zeichnete diese Musik im Januar des Jahres 1911 im südlichen Nigeria mit einem Phonografen auf. Hören kann man die Aufnahme seit einem Jahr auf Soundcloud. Fast 100 Jahre schlummerten diese Klangdokumente im Archiv, bevor ein Digitalisierungsprojekt des Pitt Rivers Museum in Oxford nicht nur für das Überspielen der Wachswalzenzylinder auf neue Tonträger sorgte, sondern auch einen Teil der Aufnahmen online für die Öffentlichkeit bereit stellte. Museen und Archive nutzen das Internet inzwischen aktiv, um Musikaufnahmen jedermann*frau zugänglichzu machen. Die Recherche nach solchen Aufnahmen im Internet kommt einer Schatzsuche gleich. Einige der erstaunlichen Funde, die man dabei machen kann, werden in diesem zweiteiligen Radiofeature ausgestellt. Der Tauchgang zu diesen Online-Musikarchiven erzählt die Geschichten von umfangreichen Tonsammlungen, legt ein Ohr an ambitionierte Kooperationsprojekte mit den Ursprungsländern der Aufnahmen und sucht nach reflektierten Ansätzen, die diese Tondokumente neu beleben.

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