Tagestipps

Dienstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Windkraft Wie aus Wind Energie wird Von Hellmuth Nordwig Das Ziel ist ehrgeizig: 65 Prozent des Stroms in Deutschland sollen bis 2030 aus erneuerbaren Energien kommen. Die Windkraft ist dabei ein unverzichtbarer Baustein, sowohl an Land als auch auf See. Doch der Ausbau ist ins Stocken geraten. Von den jährlich etwa 1.500 nötigen Windrädern wurden im ersten Halbjahr 2019 gerade einmal 81 gebaut - so wenige waren es zuletzt im Jahr 1997. Die Interessenverbände kritisieren überlastete Genehmigungsbehörden und eine fehlende Koordination zwischen Bund und Ländern. Vor allem aber steht die Abstandsregelung in der Kritik, die in Bayern besonders streng ist, aber auch im Rest der Republik aus Sicht der Windkraft-Befürworter zu rigide. Standorte, die von besiedeltem Gebiet weiter entfernt sind als 1.000 Meter, sind in Deutschland nicht mehr leicht zu finden. Dabei tut die Branche viel dafür, die Akzeptanz der Bevölkerung zu erhöhen: Schallschutzmaßnahmen sollen bewirken, dass man kaum noch mehr hört als den Wind selbst, und in Zeiten, in denen viele Vögel und Fledermäuse unterwegs sind, werden Windkraftanlagen abgeschaltet. Doch das hilft nicht viel: "Viele Menschen wollen trotzdem kein Windrad vor ihrer Haustür", berichtet ein besorgter Wissenschaftler. Redaktion: Iska Schreglmann

Dienstag 18:25 Uhr Ö1

Journal-Panorama

Ein Besuch um "Great Smoky Mountain National Park", dem meistbesuchten Nationalpark der USA. Gestaltung: Julia Kastein Ein Drittel der USA - insgesamt 3,1 Millionen Quadratkilometer - sind von Wald bedeckt. Die Amerikaner/innen lieben ihre Wälder und bedrohen sie gleichzeitig mit ihrem Lebensstil. Der Great Smoky Mountains National Park etwa ist der meistbesuchte Nationalpark der USA. 11 Millionen Besucher wälzen sich jährlich durch den dichten Mischwald an der Grenze zwischen North Carolina und Tennessee. Viele genießen die Natur vom Auto aus, die wenigsten sind zu Fuß unterwegs. Der Wald ist die Keimzelle der US-amerikanischen Kultur: Er lieferte den Brenn- und Rohstoff für die Erschließung des riesigen Landes und die Industrialisierung, ist Inspiration und Zufluchtsort. Heute ist er in Gefahr: durch Abholzung, Feuer und den Klimawandel. Erstausstrahlung dieser Sendung: November 2019.

Dienstag 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Ein Besuch in Baku Von Johann Groiss Nach den ersten Ölbohrungen im 19. Jahrhundert kam es in Aserbaidschan zur Gründung von Gymnasien und die erste Universität im Osten Europas wurde in Baku errichtet. Französisch war Pflichtgegenstand an den Schulen und Mädchen und Buben wurden gleichermaßen ausgebildet. Die erste Frau, die öffentlich ihr Kopftuch ablegte, war Tahira Guratulein. Sie wurde fünf Jahre ins Gefängnis gesperrt, ihr zu Ehren steht heute ein Denkmal in Baku. Es folgte eine Liberalisierung, die für ein muslimisch geprägtes Land außergewöhnlich war. Heute gibt es ein eigenes Frauenministerium, was nicht gewöhnlich ist in einem islamisch geprägten Staat. Gegenwärtig studieren mehr Frauen als Männer - bevorzugt Wirtschaft, Medizin, Kunst, Tourismus oder Jus. Frauenrechte werden insgesamt hochgehalten in Aserbaidschans Hauptstadt. Kann ein Mädchen, das nicht in Baku aufgewachsen ist, auch studieren, und gibt es Frauen in der Führungsschicht?

Dienstag 20:05 Uhr Bayern 2

Nachtstudio

Abgehängt und ausgeschlossen? Über Gerechtigkeit und Teilhabe in der Gesellschaft Thomas Kretschmer im Gespräch mit der Publizistin und Philosophin Carolin Emcke und dem Kulturwissenschaftler Joseph Vogl "Es gibt unendlich viel Reichtum, aber nicht für uns", so fasst der Autor und Literaturwissenschaftler Joseph Vogl die momentane Stimmungslage in der Gesellschaft, in Europa und der Welt zusammen. Es gehört zu den viel beklagten aber wenig bekämpften Tatsachen unserer gegenwärtigen Gesellschaft, dass der Abstand zwischen den Armen und den Reichen sich beständig vergrößert. Aber das ist längst nicht die einzige Ungleichheit, die Soziologinnen und Politikwissenschaftler beschreiben und analysieren. Tatsächlich gibt es eine nicht zu unterschätzende Gruppe, die sich nicht nur von den wirtschaftlichen Segnungen der Bundesrepublik ausgeschlossen sieht, sondern aus der Gesellschaft insgesamt. Der Soziologe Heinz Bude hat sie als "Die Ausgeschlossenen" charakterisiert. Denn so unterschiedlich die Lebensläufe dieser Menschen sind, sie eint, dass sie kaum mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Weder am Produktionsprozess noch an Wahlen. Wie konnte es dazu kommen? Welchen Einfluss hatten politische Reformen und die Finanzindustrie daran? Und was sollte die Gesellschaft tun, um die Abgehängten nicht endgültig zu verlieren?

Dienstag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit Oasis Als die Band um die Gallagher-Brüder Liam und Noel 1994 ihr Debütalbum "Definitely Maybe" veröffentlich hat, wussten die Musiker aus Manchester wahrscheinlich selbst nicht, dass sie einen Meilenstein des Britpop abliefern würden. Wir haben für Sie das Konzert der mittlerweile getrennten Band Oasis aus ihren Anfangstagen, vom 13. August 1994. Im Anschluss hören Sie ein Solo-Konzert von Liam Gallagher - nach der Trennung von Oasis machte er zunächst mit Beady Eye und dann alleine weiter. Wir haben für Sie den Mitschnitt vom Reeperbahn Festival 2017.

Dienstag 21:00 Uhr NDR 2

NDR 2 Soundcheck Live

NDR 2 Radiokonzert: Black Pumas in Köln, Februar 2020

Dienstag 21:00 Uhr SRF 2 Kultur

Jazz Collection

Elis Regina, die Königin Elis Regina ist ein Phänomen. Mit 15 ein Kinderstar, zehn Jahre später die bestbezahlte Sängerin in ganz Brasilien. Sie definiert die MPB, die Musica Popular Brasileira, und bleibt auch in der Zeit der Militärdiktatur praktisch unantastbar.

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Entscheiden über Leben und Tod Helfen als Dilemma Von Bettina Rühl Regie: Thomas Wolfertz Mit: Nina Petri, Bruno Winzen, Sigrid Burkholder Ton: Olaf Dettinger Produktion: WDR 2019 Länge: 48"56 Hilfe im Katastrophenfall, bei Krieg und Hunger - unsere Kultur wirbt für Mitleid und Zuwendung. Was aber, wenn die Not größer ist als die Ressourcen, sie zu bekämpfen? Dann muss entschieden werden, was eigentlich nicht zu entscheiden ist. In der Notfallmedizin und der Katastrophenhilfe muss immer wieder aufs Neue entschieden werden: Wer von den angetroffenen Opfern braucht die Hilfe am dringendsten, welche Schwerverletzten müssen warten? Ärztinnen und Sanitäter werden für solche Entscheidungshilfen eigens trainiert, z.B. zur Methode der Triage. Das moralische Dilemma begegnet uns aber auch in größeren Zusammenhängen. Das Bundesland Baden-Württemberg hat bis 2017 gut 1.000 jesidische Frauen und Kinder zur Behandlung nach Deutschland geholt. Nach welchen Kriterien wurde ausgewählt? Und wie wird die Entscheidung von damals heute bewertet? Bettina Rühl, geboren 1965, ist seit 1988 Hörfunk- und Feature-Autorin mit dem Schwerpunkt Afrika. Seit 2011 lebt sie in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Für ihre Features wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Prix Europa für "Wie Terror entsteht" (WDR 2015), dem Reemtsma Liberty Award für "Der Anführer" (WDR 2012). Sie wurde 2012 mit dem "Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien" der Leipziger Medienstiftung geehrt. Entscheiden über Leben und Tod

Dienstag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 MusikGlobal

Vielfältiges New Orleans Klänge aus dem Süden der USA Von Christoph Wagner New Orleans gilt nicht nur als die "Wiege des Jazz" - im Gegenteil: Eine Vielzahl anderer Musikstile sorgt in der Stadt am Mississippi für Ausgelassenheit bei Straßenfesten, kirchlichen Prozessionen und beim Karneval. Blaskapellen, Gospelchöre, Barrelhouse-Pianisten und Blues-Troubadoure, dazu die buntdekorierten Mardi-Gras-Indianer mit ihren Ruf-Antwort-Gesängen - sie alle prägen das Klangbild der Stadt, in welchem auch Rhythm & Blues, Rock "n" Roll, Soul und Funk eine wichtige Rolle spielen. Fats Domino, Professor Longhair, Allen Toussaint, Champion Jack Dupree, Dr. John, die Meters und die Neville Brothers, dazu der Marsalis-Clan sowie Trombone Shorty, sind nur ein paar der illustren Namen, die den Sound von New Orleans prägen.

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